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Regional Das Heinrich Schütz Konservatorium lädt zu einem interkulturellen Musikfest ins Kongresszentrum
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18:10 13.09.2017
Proben für das Musikfest. Quelle: www.maxpatzig.de (C)Max Patzig/2014
Dresden

Bunt, laut und multikulturell wird es am 16. September im Internationalen Congress Center Dresden. Dort veranstaltet das Heinrich Schütz Konservatorium Dresden (HSKD) im Rahmen des LangzeitprojektesMusikErleben“ ein interkulturelles Musikfest mit Performances, Konzerten und Workshops.

Unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen, Musik ist Universalsprache“ und dank einer großzügigen Förderung durch die Sächsische Aufbaubank konnte das HSDK das Projekt Anfang dieses Jahres ins Leben rufen und bemüht sich seitdem um interkulturelle Ansätze und neue Aspekte in der eigenen Philosophie. „Wir wollen offener werden für kulturelle Vielfalt und die vielen positiven Aspekte der ,Flüchtlingskrise’ nutzen“, so HSKD-Geschäftsführerin Kati Kasper.

Ein dreiköpfiges Team um die Musikpädagogin Linda Suritsch organisierte deshalb Workshops, nahm Kontakt zu Flüchtlingsheimen und interkulturellen Vereinen auf und stellte ein buntes Jahresprogramm auf die Beine, das seinen Höhepunkt nun beim bereits lange geplanten Musikfest haben soll. „Wir haben aber bewusst versucht, nicht nur Aspekte aus dem arabischen Raum einfließen zu lassen“, erklärt Suritsch.

So beginnt das Musikfest unter der Schirmherrschaft von Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Sonnabend mit einer Sambaparade, angeführt vom brasilianischen Percussionisten Eduardo Mota. Anschließend wird es noch bunter, neben dem Sinfonischen Blasorchester des HSKD, das es mit dem schottischen Dudelsackspieler James Donnelly aufnimmt, spielen unter anderem auch das Ensemble „Balaleika“ des Kinder- und Elternzentrums Kolibri e.V., der Chor
SingAsylum, das Chinesisch-Deutsche Zentrum führt mit seinen Schülergruppen magische Drachentänze auf.

Nyckelharpaspielerin Caterina Other lädt gemeinsam mit dem Gambenconsort des HSKD zur Aktion, auch das interkulturelle Orchester „Paradiesisch Musizieren“ unter Leitung von Christoph Müller musiziert gemeinsam mit Schülern des HSKD. Doch die Veranstaltung am 16. September soll noch ein wenig über das klassische Musikfest hinausgehen, wie Kati Kasper verrät. „Es soll wie eine Art kleines Festival, eine kleine Messe rüberkommen.“

Dafür hat man mit einem großen interkulturellen Netzwerk aus Ausstellern, Vereinen, Kulturschaffenden und Musikern gesorgt, die jeweils Stände aufbauen und zum Reden, Singen, Tanzen und Instrumentespielen zwischen den Konzerten einladen. „Wir wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund zusammenführen, den interkulturellen Austausch vorantreiben und die Vielfalt in unser Schaffen integrieren“, erklärt Kati Kasper.

Im Anschluss an das Musikfest gibt es am HSKD noch weitere Seminare, Projekte und Workshops. Doch nach 2017 ist erstmal Schluss. Die 138 000 Euro Fördermittel der Aufbaubank für „MusikErleben“ sind dann aufgebraucht, für weitere Veranstaltung fehlen die Mittel. Da sei aber gar nicht so schlimm und auch nicht der entscheidende Punkt, so Kasper. Viel wichtiger sei gewesen, Erfahrungen gesammelt und sich mit sehr vielen Menschen, Kulturen und Initiativen ausgetauscht und gemeinsam gearbeitet zu haben. „Wir müssen im Anschluss auswerten, was für das HSKD Sinn ergibt, was Gefallen und Anklang findet und welche Vorschläge und Ansätze letztlich auch realisierbar sind“, so die Geschäftsführerin. So werde man in naher Zukunft sicherlich keine Dudelsackklasse etablieren können, wobei die Idee schon irgendwie reizvoll wäre, wie Kasper zugibt.

In jedem Fall steuert das HSKD sicheren Zeiten entgegen, die Kommunalisierung durch die Stadt ist nur noch Formsache und soll im Stadtrat beschlossen werden. So soll es dann ab Januar 2018 neue (Anschluss-)Verträge für alle Mitarbeiter geben, auch für die Honorarlehrer.

MusikfestMusikErleben – zwischen den Kulturen“ am 16. September ab 13.30 Uhr im Internationalen Congress Center Dresden.
Der Eintritt ist frei.

Das komplette Programm und weitere Termine für das Projekt unter www.hskd.de

Von Sebastian Burkhardt

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