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Das Dresdner Pantomimetreffen feiert mit der 33. Ausgabe eine Schnapszahl

Das Dresdner Pantomimetreffen feiert mit der 33. Ausgabe eine Schnapszahl

Ein Chronist könnte anno 2015 eine ganze Reihe von Dingen aufzählen, die sich über die zurückliegenden 33 Jahre am traditionsreichen Dresdner Mimenfestival verändert haben.

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"Die Zauberflöte" inszeniert vom Dresdner Mimenstudio.

Quelle: W. Zimmermann

Dresden. Den Erfolgen der Vergangenheit nachzutrauern gehört aber glücklicherweise nicht zum Erscheinungsbild dieser so überaus vielseitigen Truppe. Dass das Mimenstudio Dresden Jahr für Jahr aufs Neue wahrgenommen wird, liegt natürlich vor allem an seinem Mitbegründer, Ralf Herzog, und seinem Kampf um Publikum, Spielstätten und um die Finanzierung von Unternehmungen - wie eben das alljährlich im Herbst stattfindende Festival. Das Mimentreffen hat längst schon europaweit Bekanntheit erreicht. Und das trotz der zahlreichen Umzüge der Dresdner Mimen von Quartier zu Quartier. Inzwischen sind sie im einstigen Rathaus von Pieschen gelandet, wo auch das Theater AUGUST sein Domizil hat. Und weil Mimen zum Glück die Tugend des Teilens beherrschen, funktioniert die Zusammenarbeit dort recht unkompliziert. Hier präsentierten die Dresdner Mimen ihre bisher wohl bekannteste als auch interessanteste Produktion überhaupt, Mozarts legendäre Oper "Die Zauberflöte" in einer Inszenierung von Ralf Herzog.

Dass man in Dresden noch andere Auftrittsorte entdecken kann, in denen beste Bedingungen für ein solches Festival herrschen, bewies der Auftakt auf der "Schülerbühne" des Vitzthum-Gymnasiums im Dresdner Süden. Die Auftrittsbedingungen an diesem Ort waren für die Eröffnungsgala mit Gästen optimal, denn dort existiert ein fantastischer Kleinkunst-Saal mit Bühne und einer bestens funktionierenden Technik.

Bekanntlich verbergen sich im Wörtchen "international" vor allem jene von weither angereisten Teilnehmer. Das waren in diesem Jahrgang die Mimen der "Poznan Academy Of Performing Arts", die ihre "Revolution der Teufel" mitbrachten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Wenn es schon im Himmel nicht gerade harmonisch zugeht, wie soll dann die Hölle ohne Konflikte auskommen? Worum geht es? Satan, der Höllenfürst, hat es mit seinem diktatorischen Verhalten endgültig zu weit getrieben. Die Teufel, zum größten Teil aber Teufelinnen, schmieden eine Front gegen den Chef. Was als leichtes Unternehmen geplant war, entpuppt sich in der Durchführung als ausgesprochen komplizierte Angelegenheit. Freilich, irgendwann hat man den Teufel dann doch zum Teufel gejagt, doch was dann? Am Ende erweisen sich alle Pläne zur Schaffung einer humaneren Hölle als viel komplizierter als gedacht.

Traditionell ist auch ein Kinderprogramm in das Pantomimefest eingebunden: "Pronk" erzählte über einen fantasievollen mimischen Dialog zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. Und Tradition ist auch die große Abschlussgala, die alle Mitwirkenden noch einmal mit speziellen pantomimischen Beiträgen vereinte.

von Wolfgang Zimmermann

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