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Das Albertinum hat ein Studiendepot für antike Kleinkunst

Das Albertinum hat ein Studiendepot für antike Kleinkunst

Die Schaudepots der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören seit der Wiedereröffnung ebenso zum Albertinum wie die "normalen" Ausstellungsräume für Gemälde und Skulpturen.

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Antike als Sammelpunkt: griechische Vasen im neuen Studiendepot, bewundert von einer Besucherin.

Quelle: Dietrich Flechtner

Ab heute ist eine weitere Attraktion zugänglich: das Studiendepot für Antiken, wobei hier "antike Kleinkunst" dicht an dicht in Vitrinen aufgestellt und in Schüben auf etwa 200 Quadratmetern platziert ist. Was die Größe betrifft, fallen lediglich die ägyptischen Mumien aus dem Rahmen. Hinter Glas lagert zudem viel davon, was man im Alten Ägypten den Toten in Särgen und zwischen den kunstvoll geschlungenen Leinentüchern mitgab: Schmuck und Amulette, Beiwerk aus Grabkammern wie Gefäße aus Ton und Alabaster. Dazu kunstvolle Totenmasken, die regelrecht an Porträts erinnern.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Mischung aus Depot und attraktiver Präsentation sind die griechischen Vasen, die zunächst, etwa 1000 v. Chr., eher mit "konstruktiven" Elementen geschmückt wurden, etwa 500 Jahre später dann die bekannten "arkadischen" Szenerien zeigen. Hinzu kommt eine umfangreiche römische Gemmensammlung, antikes Glas, Kleinplastik aus Bronze, aber auch Terrakotten. Ein besonders schönes Stück ist eine kleine etruskische Nike. Und selbst einen kunstvoll gestalteten, allerdings in vielen hundert Jahren blind gewordenen antiken Spiegel kann man bewundern. So erhält man als Besucher gewissermaßen einen Panoramablick über die Welt der Antike im Mittelmeerraum. Ein Modell des alten Athens wie eines pompejanischen Hauses und Reproduktionen antiker Wandmalereien unterstützen die Vorstellungskraft.

Die Antiken waren der Kern der heutigen Skulpturensammlung, wie sie von Georg Treu begründet wurde. Schon August der Starke hatte zahlreiche Stücke erwerben lassen, beispielsweise griechische Vasen. Bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs die Sammlung weiter. Dazu gehören auch Schätze der Sammlung Sieglin, die auf eine Grabungsexpedition des Industriellen Ernst von Sieglin zurückgeht. Vereint wird sie nun von Mai bis September in einer Schau des Museums der Universität Tübingen MUT unter dem Titel "Das andere Ägypten".

Das Studiendepot für antike Kleinkunst - die Skulpturensammlung nennt etwa 10 000 Objekte dieser Art ihr eigen - ist natürlich ein Ort der Wissenschaft. Es ist aber darüber hinaus - im Normalbetrieb immer am Wochenende - für Besucher geöffnet und entsprechend anschauungsfreundlich eingerichtet.

Lisa Werner-Art

geöffnet Sa/So 10 bis 18 Uhr (bis 6. Mai täglich, außer Schließtag), Familientag "Antike Welt", Sa, 5. Mai, 10 bis 16 Uhr: Eintritt frei, Informationen unter Tel. 4914 2000 und besucherservice@skd.museum

www.skd.museum

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2012

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