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Regional DDR-Rockmusiker Norbert Jäger tot
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11:32 10.04.2017
Norbert Jäger von der Sterncombo Meißen (2.v.l) ist verstorben. Quelle: Archiv
Dresden

Die Stern-Combo Meißen trauert um ihren Mitbegründer Norbert Jäger. Der Perkussionist und Keyboarder starb am vergangenen Freitag im Alter von 71 Jahren in Meißen, wie die Band auf ihrer Homepage mitteilte. Jäger hatte sich schon 2011 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Zur Todesursache machte Bandmanager Detlef Seidel am Montag keine Angaben. Zuvor hatte die „Sächsische Zeitung“ darüber berichtet.

„Mit Norbert verlieren wir einen guten Freund, der viele Jahre mit uns gemeinsam musizierte, viele zeitlose und unvergessliche Songtexte wie beispielsweise "Weißes Gold", "Die Sage" und "Der weite Weg" verfasste und der mit seinem ihm ganz eigenen Humor für viele fröhliche Momente in unserem Bandleben sorgte“, hieß es in dem Nachruf seiner Kollegen. Jäger gehörte 1964 zu den Gründungsmitgliedern der Stern-Combo.

Die Band hatte sich Mitte der 1970er Jahre musikalisch neu orientiert und stand seither für Art Rock „made in GDR“. Musikalische Vorbilder dafür waren Formationen wie Pink Floyd, Genesis oder Yes. Angeregt von der Gruppe Emerson Lake & Palmer bot die Stern-Combo Klassik- Adaptionen und damit eine neue Klangfarbe in der ostdeutschen Szene. Titel wie „Der Kampf um den Südpol“ und „Der weite Weg“ avancierten auch textmäßig zum Gütezeichen.

1978 kam mit dem Album „Weißes Gold“ - eine Hommage an den Porzellan- Erfinder Johann Friedrich Böttger - das erste rocksinfonische Werk in der DDR heraus. Damals entstand der Beiname „Pink Floyd des Ostens“. 1982 zerfiel die Band und nannte sich fortan nur noch Stern Meißen. 1989 schien die Zeit endgültig abgelaufen. Die Bandmitglieder verabschiedeten sich in diverse Musikprojekte. Ein Comeback fand zu Ostern 1996 in Riesa statt - in jener Lokalität, in der die Band in ihren Anfängen oft spielte: dem Kulturhaus Stern. Seitdem hatte die Stern-Combo zumindest bei Insidern auch im Westen einen Namen.

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