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Bürgermeisterin tritt Sorgen um Honorare am Schütz-Konservatorium entgegen

Finanzen Bürgermeisterin tritt Sorgen um Honorare am Schütz-Konservatorium entgegen

Kulturbürgermeisterin Klepsch ist den Sorgen um die Honorierung am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden entgegengetreten. Kati Kasper, Vorstandsmitglied an der Musikschule, bedauerte die für Montag geplante Protestaktion freier Lehrkräfte.

Quelle: dpa

Dresden.  Die Leitung des Heinrich-Schütz-Konservatoriums (HSKD) betrachtet die Protestaktion von freien Lehrkräfte gegen das Honorarsystem als „unangemessen“. Kati Kasper, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Bildungseinrichtung, erklärte am Wochenende gegenüber DNN: „Wir werden kein Geld zurückhalten.“

Zuvor hatte Kristin Unglaube für die Interessenvertretung der Honorarkräfte für Montag eine Protestaktion angekündigt. Ihrer Ansicht nach setze das HSKD einen Beschluss der Stadtrats zur Honorarerhöhung nicht vollständig um. Im Dezember hatten die Stadträte höhere Zuschüsse für das Konservatorium beschlossen und damit auch die Erhöhung der Honorare für die freien Lehrkräfte von durchschnittlich 21 Euro auf 25 Euro angestrebt. Laut Interessenvertretung steigen die Honorare mit den jetzt vorgelegten Verträgen im Durchschnitt nur um 95 Cent (DNN berichteten).

Geschäftsführerin Kasper verteidigte das Vorgehen. Der Vorstand des HSKD, in dem mit den Bürgermeistern Peter Lames (SPD) und Annekatrin Klepsch (Linke) sowie Stadträtin Christa Müller (CDU) auch die Politik vertreten sei, habe aus verschiedenen Gründen eine stufenweise Erhöhung der Honorare beschlossen. Das sei eine „unternehmerische Entscheidung“, die der Stadtratsbeschluss zulasse. Neben der noch ausstehenden Genehmigung des Stadthaushaltes durch die Landesdirektion sei für das Volumen der Honorarausgaben auch wichtig, wie viele neue Festanstellungen in diesem Jahr geschaffen werden könnten. Das HSKD müsse darauf achten, dass es nicht jetzt finanzielle Verpflichtungen eingeht, die für 2018 noch nicht voll ausfinanziert sind. Zum Zeitpunkt das Stadtratsbeschlusses sei das Honorarniveau aber schon auf durchschnittlich 22 Euro erhöht gewesen. Zum Jahresanfang gebe es nun einen Schritt auf 23,50 und im Sommer den nächsten auf durchschnittlich 25 Euro. Fast 100 der rund 190 freien Lehrkräfte hätten die neuen Verträge schon unterschrieben, teilweise mit dem Dank für die Honorarerhöhung. Bis 10. Januar hätten auch die übrigen noch Zeit dazu. Bislang habe keine Lehrkraft definitiv erklärt, sie werde dem Vertrag nicht zustimmen. Der Stadtrat hatte die jährlichen Zuschüsse an den Trägerverein des HSKD um 800 000 Euro erhöht und damit eine Honorarerhöhung und die Aufstockung der Zahl der festangestellten Lehrkräfte verbunden. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch erklärte am Sonntag gegenüber DNN, „die Zuschusserhöhungen kommen komplett der Personalausstattung und -bezahlung zugute“.

Kasper bedauerte die mit den Protesten entstandene Situation. „Wir haben noch nie eine so große Zuschusserhöhung von der Stadt erhalten.“ Die Aktion der Lehrkräfte-Vertretung sei „unangemessen“ und „richtig bitter“. Sollten tatsächlich einige Honorarkräfte die neuen Verträge nicht unterzeichnen, werde sich das HSKD „schnellstmöglich um Ersatz bemühen“. Wer keinen Vertrag habe, könne aber nicht unterrichten.

Von Ingolf Pleil

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