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06:00 15.06.2017
Gartenfreuden: Bella (Jessica Brown Findlay) blüht auf. Quelle: NFP
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Hannover

Auch Erwachsene brauchen Märchen - gerade in zunehmend als unsicher empfundenen Zeiten. Einen solch phantastisch-schönen Stoff bietet die britische Produktion „Der wunderbare Garten der Bella Brown“. Regisseur Simon Aboud erzählt warmherzig von der jungen Bella (Jessica Brown Findlay), die zwar im Heute lebt, aber von ihrem ganzen Wesen her aus der Zeit gefallen zu sein scheint.

Schon ihr Start ins Leben war ein (böses) Märchen

Schon ihr Start ins Leben war ein Märchen, allerdings kein schönes. Als Baby wurde sie ausgesetzt, überlebte nur, weil Enten sie wärmten und ein alter Mann den schreienden Säugling fand.

Kein Wunder, dass sie später als junge Frau allerlei zwanghafte Macken entwickelt hat. In dem alten Haus, in dem sie inzwischen lebt, ist alles penibel geordnet. Sogar die Zahnbürsten stehen aufgereiht nach Farben und Tagen in ihrem Badezimmer.

Mit der vermeintlich chaotischen Natur kann die Bibliothekarin dagegen nichts anfangen. Verwahrlost sieht der von ihr gemiedene Garten aus, der bald schon zu einem ernsthaften Problem wird: Ihr Hausbesitzer verlangt, dass sie den Garten aufräumt. Andernfalls droht die Kündigung.

Schwierigkeiten lösen sich in Wohlgefallen auf

Doch findet Bella Verbündete: Vernon (Andrew Scott), der nette Koch und das Faktotum ihres grantigen Nachbarn Alfie (Tom Wilkinson), packt gern mit an. Auch der alte Alfie entpuppt sich als liebenswerte Figur. Und dann ist da noch der leicht schusslige Erfinder Billy (Jeremy Irvine), in den sich die junge Frau verguckt.

Auch Bella verändert sich, wie im Märchen eben. Ganz langsam lernt sie, die Natur zu lieben. Alle Schwierigkeiten lösen sich schließlich in Wohlgefallen auf. Besonders für Landlust-Anhänger sind die schön komponierten und mit entsprechender Musik unterlegten Bilder ein Genuss.

Von Ernst Corinth / RND

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