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21:42 04.10.2017
Bob Dylan sorgte im letzten Jahr für Aufregung, als er seinen Literatur-Nobelpreis erst einige Monate später entgegennahm. Quelle: AFP
Stockholm

Kennen sie noch Mo Yan? Nicht? Nun, so ging es 2012 einem Großteil der Literatur-Anhänger, als der heute 62-jährige Chinese vom Nobelpreis-Komitee für seinen „halluzinatorischen Realismus“ geehrt wurde. Oftmals sorgte die Jury in der Vergangenheit für Kontroversen, weil sie nicht die anerkannten Favoriten würdigte, sondern sich im stillen Kämmerlein an der gezwungenen Extravaganz der Hochkultur abarbeitete. Oder einfach den Anschein erweckte, ein politisches Signal setzen zu wollen, so wie im Jahr 2015 bei der weißrussischen Schriftstellerin Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch.

Ob bekannter Literaturstar oder Überraschungspreisträger: Das Komitee wusste in den letzten Jahren oftmals zu überraschen.

Seit Wochen als Favoriten gehandelt werden der Japaner Haruki Murakami sowie der Kenianer Ngugi Wa Thiong’o. Gerade letzterem werden große Chancen eingeräumt, weil der afrikanische Kontinent unter den bisherigen Preisträgern als unterrepräsentiert gilt. Von den 113 Preisträgern stammen lediglich vier aus Afrika. Ginge es nach dem Proporz, sollte die Jury allerdings auch die Frauen stärker ins Blickfeld rücken, denn bislang wurden nur 14 Damen mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Allen Prognosen zum Trotz kann auch 2017 das Preiskomitee die Literatenwelt wieder mit einem Namen überraschen, den keiner auf der Rechnung hatte.

Von RND/krö

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