Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit Wer schmilzt, fliegt raus: „Cool Runnings“ im Spieletest
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit Wer schmilzt, fliegt raus: „Cool Runnings“ im Spieletest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 25.11.2018
Eiswürfel auf der Flucht: „Cool Runnings“ ist ein gut gemachtes Familienspiel, das für chaotisch-hektische Spielspaß sorgt. Quelle: Handout
Leipzig

Die Figuren bestehen aus drei Teilen: einem kleinen viereckigen Becher, darauf, farblich abgesetzt, eine Art Sieb und darin ein Eiswürfel. Damit müssen die Spieler das Ziel erreichen – und zwar über einen gewundenen Pfad, den man in jeder Partie neu zusammenstellen kann.

Der Wettlauf ist kartengesteuert. Die Karten zeigen in der unteren Hälfte einen Bewegungswert, also die Zahl der Felder, die eine Figur vorrücken kann. Im oberen Bereich steht eine mögliche Schikane für die Mitspieler. Wer dran ist, spielt eine seiner vier Handkarten aus und entscheidet sich für Bewegung oder Ärgern. Der angegriffene Spieler kann mit der gleichen Karte kontern und ein anderes Opfer wählen. Und so weiter, bis jemand passen muss.

Die sechs Spielpläne, aus denen der Parcours zusammengesetzt wird, sind wasserabweisend, die Eiswürfelformen werden mitgeliefert. Quelle: Ralf Roth

Dann wird es ernst, also lustig. Mögliche Schikanen sind zum Beispiel, dass man den Eiswürfel eines Mitspielers in die Hand nimmt und anschmilzt, bis der von „ein Eiswürfel“ bis „zehn Eiswürfel“ gezählt hat. Oder dass man mit einer Pipette Wasser auf den Würfel träufelt oder Salz darauf streut.

Wie auch immer: Die Eiswürfel werden immer kleiner, und wer gar keinen mehr hat, scheidet aus der Partie aus. Ansonsten gewinnt, wer als Erster das Ziel erreicht. Was man mitunter beinahe vergisst, weil es so viel Spaß macht, die Gegner zu piesacken.

Dabei bietet auch die Bewegungsaktion kleine Gemeinheiten. Die Strecke besteht aus normalen Feldern und aus solchen mit Bewegungsboni oder -abzügen. Manche Felder schützen die Figur vor Angriffen, andere führen überhaupt erst zu einer Attacke – da wird die oberste Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt und ausgeführt. Der Clou dabei ist, dass man auch eine gegnerische Figur bewegen darf.

Gut durchdachte Ausstattung

„Cool Runnings“ ist ein – nun ja – cooles Familienspiel. Empfohlen wird es für Menschen ab acht Jahren. Aber auch Sechsjährige können schon locker mitspielen, auch wenn sie im Eifer nicht immer die klügste Zugmöglichkeit wählen, sondern jene, die am meisten ärgert.

Die Ausstattung ist gut durchdacht. Der untere Becher jeder Figur dient auch als Eiswürfelform, und es gibt gleich acht davon für Ersatzwürfel. Eine Pipette für die exakte Wassermenge ist auch enthalten.

Die sechs Spielpläne, aus denen der Parcours zusammengesetzt wird, sind wasserabweisend – die Karten allerdings sind es leider nicht. Sie leiden denn auch ziemlich in einer typischen, also chaotisch-hektischen Partie. Da könnte Ravensburger nachbessern. Ansonsten hat der Verlag einen echten Hit abgeliefert.

Cool Runnings Quelle: Handout

Olivier Mahy: „Cool Runnings“. Ravensburger, für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren, etwa 28 Euro.

Von Stefan Gohlisch

Er ist bekannt aus der Serie „Die Sopranos“ und als legendärer Gitarrist in Bruce Springsteens E Street Band. Im Interview mit Mathias Begalke spricht Steven Van Zandt über Protestlieder, sein aktuelles Album – und erzählt, warum Lehrer bei seinen Konzerten keinen Eintritt zahlen müssen.

25.11.2018

Manche Wissenschaftler glauben, dass Außerirdische möglicherweise auf Laserstrahlen reagieren könnten. Manch andere sagen, man sollte das besser gar nicht erst ausprobieren. Und wer sich die Menschheit so anschaut, kann ihnen nur zustimmen.

25.11.2018

Der britische Regisseur Nicolas Roeg ist tot. Berühmt und berüchtigt wurde er vor allem wegen einer umstrittenen Szene in „Wenn Gondeln Trauer tragen“.

24.11.2018