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00:00 01.06.2017
Déjà vu, Baby: Für Samantha (Zoey Deutch) hat das Wort „Eintönigkeit“ eine völlig neue Bedeutung bekommen. Quelle: Capelight
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Hannover

Schon der Filmtitel erscheint uns 98 Minuten lang zu sein: „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ heißt das Drama (nach dem gleichnamigen Roman von Lauren Oliver) und ist eine Art „Und täglich grüßt das Murmeltier nach dem Tode“. Die US-Regisseurin Ry Russo Young („Versuchung“) erzählt von der Highschool-Schülerin Samantha Kingston (Zoey Deutch), die den schrecklichen Valentinstag immer wieder durchlebt, bis sie dem Schicksal endlich genügt.

Dauerschleife ermüdet den Zuschauer

Jeder dieser Tagwiederholungen endet mit ihrem Tod bei einem Autounfall, nachdem sie eine blöd verlaufende Party mit ihren Freundinnen früher verlassen hat als geplant. Was bei der „Murmeltier“-Komödie funktioniert hat, klappt bei der ernsthaften Herangehensweise an die Dauerschleifenthematik nicht annähernd so gut. Die immerselben, nur spärlich variierten Szenen wirken ob ihrer Ideenarmut schon bald sterbenslangweilig.

Und was soll schon passieren, wenn Sam in dieser (Todes-)Schleife jeden Tag immer liebenswerter zu allen wird, wenn sie – wie man durchaus kritisch feststellen könnte – vom originellen zum angepassten Charakter wird? Ein Lazarus-Effekt? Zugegeben, der Film hat auch seine Momente, bleibt am Ende aber eine moralapostolische Moritat für ein leicht zu erschütterndes, durchromantisiertes (weibliches) Teenagerpublikum.

Von Matthias Halbig / RND

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