Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit Michael Jackson – Vom Kinderstar zum King of Pop
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit Michael Jackson – Vom Kinderstar zum King of Pop
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:04 29.08.2018
Der „King of Pop“ würde am 29. August 60 Jahre alt werden. Quelle: imago/ZUMA Press
Frankfurt

An Michael Jackson, der seine Karriere als singender und tanzender Kinderstar der Familiengruppe „Jackson 5“ begann, scheiden sich die Geister. Für seine Fans setzte der hochbegabte Entertainer als Songschreiber, Tänzer und Musikvideo-Pionier bisher unerreichte Maßstäbe. Mit mehr als 350 Millionen verkauften Tonträgern ist er der erfolgreichste und über seinen Tod hinaus reichste Künstler. Kritiker sehen in ihm vor allem einen psychisch gebrochenen Menschen, der an seinem übermäßigen Erfolg und seiner Einsamkeit zugrunde ging.

Mit den Jahren im Showgeschäft wurde sein Teint immer heller, Nase und Lippen durch Operationen immer schmaler. Gerüchte, er lasse sich im Zuge seiner Schönheitseingriffe die Haut bleichen, dementierte der Popstar stets. Er leide an einer Pigmentstörung, hieß es offiziell. Quelle: picture-alliance/ dpa

Vater Joe Jackson schlug deine Jackson Five

Der schwarze US-Künstler, geboren in Gary im US-Bundesstaat Indiana, wurde von seinem Vater Joseph schon als kleiner Junge gemeinsam mit seinen Brüdern regelrecht auf die Bühne geprügelt. Unter dem Trauma der verlorenen Kindheit leide er sein Leben lang, sagte Jackson in mehreren Interviews.

Mit tanzbarem Discosound hatte „Jacko“ 1979 den Schritt als Solokünstler mit dem Album „Off the Wall“ gewagt. Der künstlerische Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jahrhundertwerk „Thriller“. Darauf waren Hits wie „Billie Jean“, „Beat It“ oder „The Girl Is Mine“ im Duett mit dem Ex-Beatle Paul McCartney.

Als Kind stand Michael Jackson ganz vorn bei den „Jackson Five“. Doch mit dem Erfolg seiner Karriere veränderte sich der Sänger, ebenso wie sein Aussehen.

Der King of Pop inszeniert sich als Kämpfer für das Gute

Immer mehr wurde Jackson, dessen beste Freundin die Hollywood-Diva Elizabeth Taylor war, im Laufe seiner Karriere zur weltfremden Kunstfigur. Er inszenierte sich auf der Bühne und im Leben als Kämpfer für das Gute mit Tanz und Musik als Waffe. Die Heilung der Welt sei nur möglich, wenn alle Menschen unschuldig wie Kinder würden, sagte Jackson 2001 in einer Rede in Oxford. Lange Jahre war er wie seine Mutter ein Mitglied der Zeugen Jehovas. „Ich möchte mich für Kinder engagieren, wie Jesus es tat. Ich versuche, ihm nachzueifern“, sagte Jackson in einem Interview.

In den 90er Jahren wird Michael Jackson zur Kunstfigur

Im Video zu „Earth Song“ (1995) stoppt er mit ausgestreckten Armen einen Panzer, ein Kind reicht dem auf die Knie fallenden Soldaten eine Sonnenblume. Auch bei der Bühnenshows zu „Heal The World“ (1991) überschritt er die Grenze zum Kitsch mit messianischen Gesten: Als Chorsänger agierten Kinder vor Bildprojektionen des Blauen Planeten.

Der hochsensible Star entwickelte sich ab den 90er Jahren zu einem androgynen Wesen, das nicht ganz von dieser Welt zu sein schien. Seine Haut wurde aufgrund einer Hauterkrankung immer bleicher, das Gesicht änderte sich, auch infolge von Operationen.

Von Geraldine Oetken / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit „Thriller“ wurde Michael Jackson endgültig zum Star. Doch mit dem Höhenflug kamen auch die Skandale.

29.08.2018

So genau weiß man nicht, was einem dieses Politikerporträt sagen soll. In der Doku „Following Habeck“ (Kinostart am 30. August) von Malte Blockhaus begegnen wir Robert Habeck, dem Noch-Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein. Der ist zwar lässig und wortmächtig, aber als es spannend wird mit seiner Karriere, bricht der Film ab.

28.08.2018

Starkes Aufgebot: Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat es beim Filmfestival Venedig ins Löwen-Rennen geschafft. Was es sonst ab Mittwoch noch zu sehen gibt, lesen Sie hier.

28.08.2018