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Kultur Weltweit „Manifesto“ – Cate Blanchett mit Marx und Dogma
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18:00 22.11.2017
Echte Verwandlungskünstlerin: Cate Blanchett mit einer Cate-Blanchett-Puppe. „Manifesto“ war ursprünglich eine Installation. Quelle: Foto: DCM
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Hannover

„Manifesto“ ist eine experimentelle Produktion: Sie beruht auf einer Videokunstinstallation von Julian Roesefeldt. In zwölf aufeinanderfolgenden – und nicht mehr wie zuvor parallel auf Bildschirmen laufenden Einzelfilmen – ist die Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett zu sehen, die in verschiedenen Rollen Manifeste von Marx, Dada bis zur Dogma-95-Gruppe vorträgt. Sie ist mal Landstreicherin, mal Beerdigungsrednerin, mal Lehrerin oder auch eine Nachrichtensprecherin.

Ein Filmemacher „zaubert“ Kunsträume auf die Leinwand

Erstaunlich ist die Wandlungsfähigkeit, auch die sprachliche, der Schauspielerin. Die dazu gezeigten Bilder von verfallenen Fabrikanlagen, futuristischer Architektur oder von den Proben eines Tanzensembles sind faszinierend und beweisen das visuelle Gespür des Filmemachers, der gleichsam virtuelle Kunsträume auf die Leinwand „zaubert“.

Allerdings fällt es schwer, den Texten zu folgen (zumindest dann, wenn man dabei auf deutsche Untertitel angewiesen ist). Dadurch geht der kämpferische Ton der Manifeste verloren. Ein Wortschwall ergießt sich über den Zuschauer. Das ist angesichts der exzellenten Darstellerin jammerschade.

Von Ernst Corinth / RND

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