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Kultur Weltweit “Luxor“: Jäger der ägyptischen Schätze
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12:02 24.06.2018
Auf Schatzjagd im alten Ägypten: “Luxor“ im Spieletest. Quelle: Handout
Leipzig

Ganz schön was los in der Grabkammer des Pharao: Bis zu 20 Abenteurer tummeln sich dort auf der Suche nach den wertvollsten Schätzen. Autor Rüdiger Dorn hat die Jagd eröffnet und ist nun mit “Luxor“ für den Preis “Spiel des Jahres“ nominiert“ – neben “The Mind“ und “Azul“. Wer den prestigeträchtigen roten Pöppel gewinnt, wird am 23. Juli bekannt gegeben.

Ein raffinierter Kartenmechanismus ist der spielerische Kern von “Luxor“. Jeder Spieler hat stets fünf Karten auf der Hand. Ihre Anordnung darf er nicht verändern, sie weder mischen noch sortieren. Spielt er eine aus (was er jede Runde exakt einmal tut), muss es die ganz linke oder ganz rechte sein. Nachgezogene Karten werden in die Mitte gesteckt.

Man hat also jederzeit den Überblick, welche Optionen sich in den folgenden Runden bieten, hat aber immer nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten.

Das Ziel ist das Innerste der Grabkammer

Die Karten sind Bewegungspunkte wert, nämlich für die anfangs zwei, später bis zu fünf Abenteurer jedes Spielers. Standardmäßig geht es um ein bis fünf Felder. Mal wird aber auch gewürfelt, mal wird der letzte Abenteurer zum vorletzten vorgezogen.

Und warum die ganze Mühe? Weil die Strecke mit wertvollen Plättchen gepflastert ist. Schatzplättchen zum Beispiel – die darf nehmen, wer die entsprechende Anzahl Abenteurer darauf stehen hat. Dann gibt es noch Osiris-Plättchen für einen zusätzlichen Bewegungsschub, Horus-Plättchen für wertvollere Karten oder auch für einen Schlüssel, den man braucht, um das Innerste der Grabkammer zu betreten. Haben das zwei Abenteurer geschafft, endet das Spiel, und die Punkte werden gezählt.

Diese sind abhängig unter anderem von den eingesammelten Schätzen und davon, wie weit die Abenteurer gekommen sind. Außerdem gibt es noch Tempelplättchen, die erst im Verlauf der Partie ins Spiel kommen und zudem diverse Boni bieten – wie Geheimgänge oder wertvolle Skarabäen.

Üppige Ausstattung, leichter Einstieg: “Luxor“ ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Quelle: Handout

Der Einstieg in “Luxor“ ist trotz üppiger und anfangs vielleicht überfordernder Ausstattung kinderleicht: Man spielt eine seiner zwei zur Verfügung stehenden Karten, bewegt eine Figur und profitiert vielleicht noch von dem Plättchen, auf dem man landet. Die etwas komplizierteren Karten und Plättchen kommen erst im Verlauf der Partie ins Spiel und sind auch für Achtjährige gut zu greifen.

Rüdiger Dorn, auf dessen Konto so unterschiedliche Titel wie “Istanbul“ oder “Las Vegas“ gehen, ist mit dieser stimmungsvollen Schatzjagd ein durch und durch erfreuliches Familienspiel gelungen.

Rüdiger Dorn: “Luxor“. Queen Games, für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren, etwa 40 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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