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Kultur Weltweit Leser schreiben über die Kultfigur „Herr Lehmann“ aus Sven Regeners Romanen
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13:46 08.09.2017
Christian Ulmen als „Herr Lehmann“ in der Verfilmung des Romans von Sven Regener. Quelle: filmverleih
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Berlin

Herr Lehmann eignet sich als Name für einen Kater, als Vorwand für feuchtfröhliche Abende und als Kuppler: Leser schrieben uns ihre schönsten Momente mit der literarischen Figur von Sven Regener, der gerade mit „Wiener Straße“ einen neuen Roman rund um die Berliner Kultfigur vorgelegt hat. Vielen Dank für die zahlreichen Zuschriften zur Verlosung.

Autor Sven Regener Quelle: dpa

Der Kater

Ein Leser schrieb, der Roman sei für ihn die Pflichtlektüre jedes längeren Sommerurlaubs. Seit er ihn im Sommer 2003 in Thailand gelesen hat, nahm er das Buch immer wieder mit rund um die Welt: „Urlaub, Bier und Herr Lehmann ist schlicht Kult.“ Eine Leserin hat sogar ihren Kater nach Herrn Lehmann benannt. Für eine andere E-Mail-Schreiberin half die Lektüre beim Katerfrühstück: „Ein Schweinekrusten-Braten in der Kreuzberger Markthalle hat mich ganz im Stil von Frank Lehmann wieder munter gemacht.“ Ein Berliner wandelte schon in Bremen und Kreuzberg auf Herrn Lehmanns Spuren. Ein weiterer Leser hat sich mit dem Autor selbst schon über Herrn Lehmann unterhalten, als er bei ihm im Geschäft zu Gast war. Und eine Leserin aus Hannover berichtet von einem peinlichen Erlebnis am Signierstand, das sie nicht davon abhalte, zur nächsten Lesung zu gehen.

Herr Lehmann (rechts) mit seinen Freunden. Quelle: sdf

Der Trinker

Immer wieder wurden in den Mails die legendären Sprüche von Herrn Lehmanns Bekanntem Karl zitiert: „Die Dehydrierung ist der größte Feind des Trinkers“. und „Denkt an die Elektrolyte!“

Ein 46-jähriger Leser aus Brandenburg an der Havel schrieb in Anspielung auf eine weitere Figur aus dem Lehmann-Universum, dass er ebenfalls einen besten Freund habe, der Rainer heiße und ausschließlich Kristallweizen trinke. Den habe er einst in Hannover in einer WG kennengelernt – und sich schon längst gefragt, ob der Autor ihn vielleicht auch kenne und seine Romanfigur nach ihm entworfen habe.

Eine Leserin aus Hannover beschreibt in ihrer Mail ihre Lieblingsszene aus dem Film. „Wo sie am Ende in der Kneipe sitzen und Herr Lehmann sagt zu Silvio : ,Du, wach mal auf, die Mauer is offen...’ - Stille - Dann Silvio: ,Sollte man sich vielleicht mal anschauen.’ Wieder Pause. Herr Lehmann: ,Erst mal austrinken’! Herrlich.“

Herr Lehmann als Wehrdienstleistender. Quelle: WDR

Der Wehrdienstleistende

Ein Leser aus Bad Nauheim meinte, beim Lesen des Romans „Neue Vahr Süd“ kam es ihm „bei manchen Stellen vor, als hätte Frank Lehmann dasselbe durchmachen müssen wie ich während meiner Bundeswehrzeit“. Auch ein Kieler identifiziert sich mit der literarischen Figur: „Die Transitstrecken mit ihren durchdringenden Passkontrollen habe ich ebenso gefürchtet, wie es Sven Regener im Roman ,Der kleine Bruder‘ beschreibt.“

Ein 31-jähriger Leipziger verbindet eine skurrile Erfahrung mit Herrn Lehmann: „Ich werde nie vergessen, wie ich etwas angesäuselt morgens um 5.30 Uhr mit Herrn Lehmann auf einer Kreuzberger Bordsteinkante saß und versucht habe, rückwärts durch die Beine „EISENBAHNSTRAßE“ von hinten zu buchstabieren.“

Die Filmfigur

Ein 61-jähriger Leser aus Monheim hatte bislang noch kein schönstes Erlebnis mit Herrn Lehmann und würde deshalb nun gerne mit der Lektüre beginnen. Ein Kieler E-Mail-Schreiber ist da schon einen Schritt weiter. Er verbindet mit Herrn Lehmann „diverse Filmabende mit guter Laune und etwas Alkohol“.

Der Kuppler

Offenbar ist Herr Lehmann sogar ein Kuppler. Eine Leserin meinte, beim zweiten Date mit ihrem Liebsten hätten sie diesen Film gesehen. Ein Leser aus Weimarer verrät, das Zitat „Schnaps für alle wir gehen ins Savoy“ habe ihm die Frau seines Lebens gebracht. Und ein E-Mail-Schreiber offenbarte: „Beim Lesen von Herrn Lehmann habe ich meine zukünftige Frau kennengelernt!“

Von Nina May/RND

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