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Kultur Weltweit „La La Land“ tanzt den Oscars entgegen
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12:27 05.02.2017
„La La Land“ – das Musical mit Schauspielerin Emma Stone und ihrem Kollegen Ryan Gosling. Quelle: Lionsgate
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Beverly Hills

Das Film-Musical „La La Land“ tanzt mit einer weiteren Top-Auszeichnung den wichtigsten amerikanischen Filmpreisen, den Oscars, entgegen. Regisseur Damien Chazelle wurde am Samstag (Ortszeit) mit der höchsten Auszeichnung der amerikanischen Regisseurvereinigung geehrt. Schon bei den Golden Globes und bei der Verleihung der Schauspielervereinigung Screen Actors Guild hatte sein Film etliche Preise abgeräumt.

Mit 32 Jahren ist Chazelle der bislang jüngste Empfänger des Regiepreises der Directors Guild of America in der Kategorie Spielfilm. Zugleich war er auch erstmals dafür nominiert. Mit der Auszeichnung stehen die Chancen für ihn äußerst gut, dass er am 26. Februar auch den Regie-Oscar gewinnt: Nur selten ist der DGA-Sieger bei den Oscars nicht Gewinner des Preises für die beste Regie geworden. „La La Land“ ist für 14 Oscars nominiert, das ist die bisherige Rekordzahl.

Chazelle setzte sich gegen Barry Jenkins („Moonlight“), Kenneth Lonergan („Manchester by the Sea“), Garth Davis („Lion“) und Denis Vielleneuve („Arrival“) durch. Bis auf Davis sind auch alle für einen Regie-Oscar nominiert. Davis durfte sich bei den Directors Guild of America Awards aber auch über einen Preis freuen: den für das beste Regiedebüt.

Transnationaler Dialog der Filme

Sir Ridley Scott erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Der Preis für den „Alien“-Regisseur wurde von Christopher Nolan, Billy Crudup und Michael Fassbender präsentiert. Fassbender beschrieb den Preisträger Scott als „direkt, großzügig, loyal, wetteifernd... und etwas von einem Einzelgänger, der die Gesellschaft von Hunden den meisten Menschen vorzieht“.

Bei der jährlichen Preisverleihung in Beverly Hills herrschte nicht nur Feierlaune. Viele der anwesenden Regisseure und Präsentatoren beschäftigten sich mit dem Flüchtlings- und Einwanderungsverbot von US-Präsident Donald Trump. Chazelle sagte, er wolle Teil eines „transnationalen Dialogs der Filme sein“. Chazelle lobte auch den iranischen Filmemacher Asghar Farhadi, der gesagt hat, dass er wegen des Einreiseverbots von Trump nicht an der diesjährigen Oscarverleihung teilnehmen werde. Filmemacher oder Stimmen auszuschließen, sei auf inhärente Art „Anti-Kunst“, sagte Chazelle.

Gute, Komplexe und wahrhaftige Geschichten erzählen

Der Preisträger aus dem letzten Jahr, der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu, bezeichnete die derzeitige politische Geschichte als „ein schlechtes Remake einer der schlechtesten Geschichten des letzten Jahrhunderts. Die einzige Art und Weise, wie wir gewinnen ist, indem wir gute, komplexe und wahrhaftige menschliche Geschichten erzählen“, sagte er. „Keine alternativen Fakten oder falschen Statistiken werden das besiegen.“

Scott sagte, er werde „nicht über Politik sprechen, weil es heute Abend viele Verweise auf Politik gegeben hat und ich am besten dran bin, nicht darüber zu reden“.

Von RND/dpa

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