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Kultur Weltweit Im fünften Teil der Filmserie furzt das Ferkel
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01:00 01.06.2017
Standpauke am Straßenrand: Die Polizeistreife hat ein ernstes Wörtchen mit Greg (Jason Drucker, r.) und seinem älteren Bruder Roderick (Charlie Wright) zu reden. Quelle: fox
Hannover

In Gregs Tagebuch wird nach fünf Jahren Peinlichkeiten-Pause nun das vierte Kinokapitel aufgeschlagen. Und wie zuletzt bei „Hanni & Nanni“ wurde die Besetzung rundum erneuert. Dafür nahm David Bowers, der bereits die beiden vorangegangenen Folgen dirigiert hat, wieder auf dem Regiestuhl Platz. Zudem schrieb Jeff Kinney, Urheber der als Vorlage dienenden Cartoon-Romanreihe, erstmals am Drehbuch mit.

Peinliches WindelVideo im Internet

Das handelt von einem viertägigen Roadtrip der fünfköpfigen Familie Heffley zur Feier von Omas 90. Geburtstag. Aber schon vorher kommt es für den unbedarften, aber keineswegs auf den Kopf gefallenen Greg (Jason Drucker) zum GAU. Auf der Suche nach seinem kleinen Bruder greift er im Bällebad in eine volle Windel und macht daraufhin ein Mordstheater. Rasch kursiert eine unrühmliche Aufnahme davon im Internet. Um die Scharte auszuwetzen, will der zwölfjährige Fettnapfmagnet auf einer nahe der Route stattfindenden Videogame-Convention vor der Kamera mit dem Starspieler posieren – und programmiert das Navi heimlich um.

Die Convention ist freilich nur eine Station auf dem langen Weg zur Oma. Wie schon seine Vorgänger ist der vierte Teil der Reihe eine episodisch strukturierte „Pleiten, Pech und Pannen“-Show. Trieben jene die Sorge um die erwünschte Außenwahrnehmung und andere Befindlichkeiten eines Heranwachsenden in Gregs Alter oft auf komisch-peinliche Spitzen, greifen Bowers und sein Co-Autor diesmal verstärkt auf Ekelhumor zurück. Ein furzendes Ferkel ist da noch das Harmloseste.

Neue Besetzung schlägt sich gut

Es gibt aber noch etliche amüsante Szenen, bei denen auch Zuschauer auf ihre Kosten kommen, die nicht so sehr auf Pipikakakotz-Gags stehen. Zudem zieht sich die neue Besetzung ganz achtbar aus der Affäre. Die Chemie unter den Darstellern stimmt jedenfalls. Man glaubt ihnen am Ende durchaus, dass die chaotische Reise die Filmfamilienbande gefestigt hat – wie insbesondere von Mutter Susan (Alicia Silverstone) erhofft.

Von Jörg Brandes

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