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Kultur Weltweit Frankfurter Buchmesse beginnt mit einem Streit
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22:00 18.10.2016
Zur weltgrößten Buchmesse werden bis Sonntag mehr als 7000 Aussteller aus rund 100 Ländern erwartet. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Das will die Gewerkschaft Verdi nicht akzeptieren: In Frankfurt dürfen die Geschäfte am Sonntag von 13.00 bis 19.00 Uhr öffnen. Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag von Verdi dagegen ab. Die Gewerkschaft kündigte an, gegen die Entscheidung Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einzulegen.

Nach dem Hessischen Ladenöffnungsgesetz seien Städte während Messen berechtigt, die Läden an vier Sonn- und Feiertagen pro Jahr zu öffnen, teilte das Verwaltungsgericht zur Begründung mit. Die größte internationale Buchmesse, zu der allein am Wochenende mehr als 100.000 Besucher erwartet würden, sei ein Großereignis, das das gesamte Stadtgebiet berühre. Daher sei es kein Ermessensfehler, die Öffnung der Läden im gesamten Stadtgebiet zu gestatten, erklärten die Richter.

Schulz fordert „Aufstand der Anständigen“

Die 68. Frankfurter Buchmesse öffnet am Mittwochmorgen ihre Tore. Mehr als 7000 Aussteller aus rund 100 Ländern sind auf dem weltweit größten Branchentreffen präsent. An den ersten drei Tagen ist die Buchmesse Fachbesuchern vorbehalten. Am Wochenende hat dann auch das allgemeine Lesepublikum Zutritt.

Insgesamt rechnen die Organisatoren mit rund 300.000 Besuchern. Rund um die Messe gibt es rund 4000 Veranstaltungen mit etwa 600 Autoren. Ehrengast ist in diesem Jahr der gemeinsame Sprachraum Niederlande und Flandern. Der Gastlandauftritt steht unter dem Motto „Dies ist, was wir teilen“.

Thematische Schwerpunkte der Buchmesse sind der Kampf um Meinungsfreiheit und die digitale Vermarktung von Kunst. „Es gilt, unser europäisches Gesellschaftsmodell gegen die Feinde der Freiheit zu verteidigen“, sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) bei der Eröffnungsfeier am Dienstagabend.

Er forderte einen „Aufstand der Anständigen“ gegen den wachsenden Populismus in Europa. An der Eröffnungsfeier nahmen auch die Könige Philippe von Belgien und Willem-Alexander der Niederlande teil. Flandern und die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengast der Messe.

Von dpa/epd/RND

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