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Kultur Weltweit „Intrigo – Tod eines Autors“: Wo tote Frauen husten
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12:00 24.10.2018
Im Mittelpunkt des Interesses: David Moerk (Benno Fürmann) hat ein Husten gehört, das es nicht geben dürfte. Quelle: Foto: Fox
Hannover

Håkan Nesser zählt neben Henning Mankell und Stieg Larsson zu den wichtigsten schwedischen Krimiautoren. Sein Markenzeichen: weniger Action, dafür mehr Psychologie. Das gilt auch für die Verfilmung seiner Kurzgeschichte „Rein“, den Beginn einer geplanten „Intrigo“-Anthologie. Der verzwickte Thriller verquickt Fragmente aus dem Leben eines Übersetzers und eines verstorbenen Schriftstellers – Übersetzer David Moerk (Benno Fürmann) bearbeitet dessen letztes Buch.

Regisseur Daniel Alfredson zettelt in „Intrigo“ ein Rätselspiel an

Es beginnt skurril: Moerk hört aus der Radioaufzeichnung eines Konzerts ein Husten heraus, das er zu kennen meint: So hustete seine Frau Eva (Tuva Novotny), die er tot wähnt.

Und dann wird es kompliziert: Bald glaubt er, einem Verbrechen auf der Spur zu sein. Hat der Literat Rein wirklich Selbstmord begangen? Oder haben Reins Frau (Daniela Lavender) und Reins Verleger, ein Liebespaar, nachgeholfen? Parallel taucht Moerk in seine eigene Vergangenheit ein, erinnert sich daran, wie er aus Rache über die Untreue Evas Autobremsen manipulierte. Ihre Leiche blieb verschwunden – wie die von Rein.

Daniel Alfredson, Regisseur von „Verdammnis“ und „Vergebung“ aus der „Millennium“-Trilogie, zettelt ein Rätselspiel an, bei dem sich Moerk auf einer griechischen Insel mit dem mysteriösen Autor Henderson (Ben Kingsley) in lange Dispute verwickelt. Das Lavieren zwischen Zeitebenen und Orten endet mit einem Paukenschlag.

Doch trotz psychologischer Spannung irritieren die abrupten Handlungsvolten, die langen Wortwechsel und philosophischen Anmutungen. Allzu viele Fragen bleiben offen.

Von Margret Köhler / RND

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