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Kultur Weltweit „The King“: Elvis ist Amerika
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21:01 18.04.2018
Auf fremden Rädern: Der Rolls von Elvis Presley ist ein wunderschöner Oldtimer hält die Strapazen von Eugene Jareckis Spurensuche aber nicht durch. Quelle: Arsenal Film
Hannover

Elvis Presley war bekannt für seine Cadillacs, aber der Sänger besaß auch einen britischen Rolls Royce, Baujahr 1963. Mit ihm fährt Eugene Jarecki, Filmemacher und Chauffeur, durch Amerika. Von Presleys immer noch bettelarmer Nachbarschaft im Geburtsort Tupelo geht es bis ins glitzernde Las Vegas.

Tränen im Wagen der Rock-’n’-Roll-Ikone

Jarecki zeigt Schnipsel von Elvis, von Elvis-Imitatoren, lässt Zeitzeugen sprechen, erfühlt die Präsenz des Kings bis heute. Der Regisseur lädt Leute in seinen Wagen und nimmt sie mit auf die Fahrt – von Alec Baldwin über Ethan Hawke bis zum Songwriter John Hiatt. Letzterer bricht in Tränen aus, weil er im Auto der Ikone sitzt. Chuck D. von der Hip-Hop-Truppe Public Enemy dagegen gibt immer noch „einen Scheiß“ auf den 1977 verstorbenen, vermeintlich größten Dieb der schwarzen Musikkultur.

Elvis steht bei Jarecki für die USA, eine Metapher, ein Synonym. Bitterarme Anfänge, unbeirrbarer Glaube an sich selbst, triumphaler Aufstieg, dann Trägheit, Nieder- und Untergang. Groß geworden ist mancher im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf dem Rücken eines anderen (oder warum wurde nicht statt Elvis der schwarze Little Richard, dessen Songs wie Tornados klangen, zum King of Rock ’n’ Roll ausgerufen?).

Auch der Rolls bleibt auf der Strecke

Heute, so lässt Jarecki auf seiner Reise den Zuschauer wissen, bieten die USA wenig Aufstiegschancen. „Es geht den Bach runter“, sagt eine Frau. Und der Rolls Royce bleibt passenderweise auch auf der Strecke in dieser vielleicht besten Elvis-Doku, die zugleich eine sehenswerte US-Doku ist.

Von Matthias Halbig / RND

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