Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit „So lange ich atme“: Hoffnung ist immer
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit „So lange ich atme“: Hoffnung ist immer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 18.04.2018
Große Liebe: Robin Cavendish (Andrew Garfield) und Diana (Claire Foy). Quelle: Foto: Universum
Anzeige
Hannover

 Robin Cavendish (Andrew Garfield) galt als medizinisches Wunder. Der 28jährige britische Tee-Einkäufer erkrankte 1958 in Afrika an Polio und war vom Hals an gelähmt. Die Ärzte gaben ihm nur noch wenige Monate zu leben. Dennoch ließ ihn seine junge Frau Diana (Claire Foy), mit der er ein kleines Kind hatte, nach England in eine Klinik transportieren. Er schien verdammt zu sein, sein Restleben dort ans Bett gefesselt zu verbringen. Doch seine Frau gab nicht auf.

Sie weckte neuen Lebensmut bei ihrem Mann und holte ihn gegen den Willen der Ärzte nach Hause. Langsam gewann er seine Selbstbestimmung zurück – nicht zuletzt mit Hilfe seiner Freunde, die einen damals revolutionären Rollstuhl entwickelten, in den ein Atemgerät integriert war. Dieser erlaubte ihm später, zu Kongressen zu reisen, wo er als engagierter Anwalt für schwerstbehinderte Menschen auftrat. Mit 64 Jahren starb Cavendish 1994 in England.

Einfühlsame Hommage an die Eltern

Diese ungewöhnliche Geschichte erzählt Andy Serkis in seinem Regiedebüt „Solange ich atme“. Der Film des Gollum-Darstellers aus dem „Herr der Ringe“-Epos basiert auf der Biografie Robin Cavendish, dessen Sohn Jonathan auch Produzent dieses Dramas ist. Entstanden ist eine einfühlsame Hommage an seine Eltern, der es allerdings an Distanz fehlt. Gleichwohl macht der Film Mut zum Leben.

Zugleich ist der Film das Porträt einer märchenhaft schönen Liebe, die selbst die größten Schicksalsschläge zu überwinden hilft. Hauptdarsteller Andrew Garfield glänzt in seiner schwierigen Rolle mit einem minimalen, aber genauen Gestenspiel – und mit viel Humor.

Von Ernst Corinth / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Mann dekonstruiert sich selbst: In „Roman J. Israel, Esq.“ (Kinostart am 19. April) spielt Denzel Washington einen juristischen Überzeugungstäter, der in einer Lebenskrise die falsche Entscheidung trifft.

18.04.2018

Das Theater Konstanz bietet seinen Zuschauern einen umstrittenen Deal: Wer bei der Aufführung von George Taboris „Mein Kampf“ ein Hakenkreuz-Symbol im Saal trägt, erhält freien Eintritt. Die Idee sorgt für heftige Kritik.

18.04.2018

Er ist der ungekrönte König des Westküsten-Rap. Nun darf sich der US-Rapper Kendrick Lamar auch den ersten rappenden Pulitzer-Preisträger nennen. Die Musik des Ausgezeichneten ist eng mit seiner Heimat verbunden.

20.04.2018
Anzeige