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Kultur Weltweit Erst zaubern, dann feiern – „Die kleine Hexe“
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16:19 31.01.2018
Lernt fleißig Zaubersprüche: Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) mit ihrem sprechenden Raben Abraxas und ihrem flugfähigen Feger. Quelle: Foto: Studiocanal
Hannover

Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“ wurde in 47 Sprachen übersetzt – aber komischerweise hat es nie eine Realverfilmung gegeben. Bis jetzt: Regisseur Mike Schaerer inszeniert den populären Stoff wie ein Märchen aus uralten Zeiten. Das Resultat wirkt auch tricktechnisch recht altmodisch, ist aber ein schöner Spaß. Zu verdanken ist das der bezaubernden Hauptdarstellerin Karoline Herfurth („Fack ju Göhte“) und der liebevollen Ausstattung des Films. Nur der für heutige Kinderfilme ungewöhnlich radikale, aber dem Roman verpflichtete Schluss dürfte überraschen. Insgesamt aber kommt der Film auch für kleine Zuschauer nicht bedrohlich daher.

Mit 127 fängt das Hexenleben erst an

Mitten im Wald lebt die kleine Hexe in einem verwunschenen Haus mit ihrem Raben Abraxas (Stimme: Axel Prahl). Sie träumt davon, endlich mit den anderen Hexen die Walpurgnisnacht zu feiern und auf dem Blocksberg zu tanzen. Doch leider ist sie mit ihren 127 Jahren viel zu jung. Heimlich schleicht sie sich zum Fest, wird entdeckt und bestraft: Entweder lernt sie in einem Jahr alle Zaubersprüche auswendig, oder sie verliert für immer ihre Zauberkraft. Gesagt, gelernt.

Doch in dem zauberhaften Studienjahr, das im Film ein bisschen zu schnell vergeht, wird sie von der fiesen Wetterhexe Rumpumpel (Suzanne von Borsody) misstrauisch beäugt. Zudem muss sie schmerzhaft erkennen, dass für die anderen Hexen nur eine böse Hexe eine gute ist – also eine, die den Menschen Angst einflößt. Unsere kleine Hexe muss sich schließlich entscheiden zwischen Gut und Böse.

Von Ernst Corinth / RND

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