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Kultur Weltweit Die Götter müssen verrückt sein: „Lords of Hellas“ im Spieletest
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12:00 10.11.2018
Komplex und reizvoll: Die Entwicklung von „Lords of Hellas“ wurde über Crowdfunding finanziert. Quelle: Hersteller
Leipzig

Das klassische Altertum ist auch nicht mehr das, was es einmal war: Helden wie Herkules kleiden sich in High-End-Rüstungen, Monstren wie Hydra und Minotaurus kommen als technoide Viecher daher.

Über die (spielerisch glücklicherweise belanglose) Designentscheidung für „Lords of Hellas“ lässt sich streiten, aber sie brachte die nötige Aufmerksamkeit, um dieses reizvolle Strategiespiel per Crowdfunding zu finanzieren. Nun ist es auch im regulären Handel erhältlich.

Man darf sich „Lords of Hellas“ als eine Art „Risiko“ mit Hindernissen vorstellen. Umkämpft ist die klassische griechische Halbinsel mit fünf Regionen, die in je drei bis vier Gebiete unterteilt sind. Jeder Spieler führt seine Truppen in Form einfacher Krieger und Priester ins Feld. Außerdem gibt es für jeden Spieler einen Helden mit individuellen Fähigkeiten.

Jeder Spieler führt seine Truppen in Form einfacher Krieger, Helden und Priester ins Feld. Quelle: Hersteller

Unterschieden wird zwischen einfachen und besonderen Aktionen. Erstere – wie das Bewegen von Figuren – dürfen beliebig oft durchgeführt werden, letztere nur jeweils einmal am Ende des Zugs. Dann sind sie auch erstmal verbraucht.

Dafür sind diese Aktionen auch besonders wirkungsvoll. Mit ihnen werden etwa Tempel errichtet, neue Figuren ins Spiel gebracht und Monster gejagt. Diese marodieren als freie Radikale über das Spielfeld, können aber auch bekämpft werden – ein besonders ruhmreiches Unterfangen.

Die Helden werden mächtiger. Die Götter geben ihren Segen. Ihnen zu Ehren werden Monumente errichtet. Diese Aktion beendet übrigens den aktuell laufenden Optionsreigen. Man bekommt alle Handlungsmöglichkeiten, also alle besonderen Aktionen, zurück. Dann legen nur noch die Monster los.

Gute Unterhaltung auch für Solospieler

„Lords of Hellas“ ist ein ebenso komplexes wie reizvolles Konstrukt. Es garantiert mit seiner Flexibilität und spielerischen Klasse einen langanhaltenden Spielreiz. Man merkt aber auch bei jedem Detail, dass dieses Spiel über Crowdfunding finanziert wurde.

Hier wird immer auf mögliche Erweiterungen geschielt, um möglichst viele Unterstützer anzulocken. Man bekommt oft das Gefühl, dass Teile des Spiels fehlen. Im englischen Original gibt es auch schon Erweiterungen mit neuen Helden, neuen Monumenten und neuen Monstren.

Aber schon das üppig ausgestattete, darum allerdings auch recht teure Grundspiel unterhält gut – auch den Solospieler. Zu zweit lässt der Reiz arg nach: Man kommt sich zu wenig in die Quere.

Adam Kwapinski: „Lords of Hellas“ Quelle: Hersteller

Info: Adam Kwapinski: „Lords of Hellas“. Awaken Realms/Asmodee, für einen bis vier Spieler ab 14 Jahren, etwa 110 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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