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Kultur Weltweit Deutsche Grammophon wird heute 120 Jahre alt
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12:22 06.12.2018
Auftritt vor der Kaiserfamilie: Seiji Ozawa und Anne-Sophie Mutter am Mittwoch beim Jubiläumskonzert zum 120. Geburtstag des Klassiklabels Deutsche Grammophon in Tokio. Quelle: obs
Berlin

Am 6. Dezember 1898 wurde die Plattenfirma Deutsche Grammophon (DG) gegründet. Sein nunmehr 120-jähriges Jubiläum begeht das älteste Klassiklabel mit einem aufwendig kuratierten globalen Programm, darunter DG120-Livekonzerte, Clubnächte, Sondereditionen und vieles mehr. Die Agenda von DG120 richtet sich an die Klassikliebhaber in aller Welt, aber wendet sich durch neue Formate gerade auch an ein junges Publikum, insbesondere in Asien.

Geburtstagsfeier mit Anne-Sophie Mutter und Seiji Ozawa

Schon am gestrigen Abend, dem 5. Dezember, begann die Geburtstagsfeier mit dem „DG120 – The Tokyo Concert“ in Tokios Suntory Hall in Anwesenheit der japanischen Kaiserfamilie. Anne-Sophie Mutter und Seiji Ozawa führten Werke von Bach, Beethoven, Saint-Saëns und Tschaikowsky auf – zusammen mit dem Saito Kinen Orchestra unter Leitung des venezolanischen Dirigenten Diego Matheuz.

Heute (6. Dezember) steht Seong-Jin Cho in Korea auf der Bühne. Zur Feier des Geburtstags spielt der 24-jährige Pianist als Höhepunkt des „DG120 - The Seoul Anniversary Concert“ Mozarts Klavierkonzert in d-Moll mit dem Seoul Philharmonic Orchestra und Lionel Bringuier im Seoul Arts Center. Anne-Sophie Mutter tritt dort morgen (7. Dezember) auf, und eröffnet das Programm des Abends mit Bruchs Violinkonzert Nr. 1.

Die Feierlichkeiten der Deutschen Grammophon dauern ein Jahr

Die Feierlichkeiten erstrecken sich noch weit ins Jahr 2019. Kommende Höhepunkte sind „DG120 - The Hamburg Concert“ mit Hélène Grimaud und dem von Andris Nelsons dirigierten Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons (19. Januar 2019), „DG120 - The Hanover Concert“ mit den Wiener Philharmonikern und Nelsons findet am 9. April statt, „DG120 - The London Concert“ am 1. Mai in der Royal Albert Hall – mit den DG-Künstlern Peter Gregson und Víkingur Ólafsson.

Mit einem spektakulären Galakonzert in Pekings Verbotener Stadt hatte die Deutsche Grammophon ihr Jubiläum im Oktober eingeläutet, es war die erste Klassikveranstaltung an diesem Ort seit 20 Jahren. Im November folgte ein Fest in Berlin, wo die Deutsche Grammophon Gesellschaft heute ihren Sitz hat. Lang Lang und Anne-Sophie Mutter waren die Stars von „DG120 - The Berlin Concert“ in der Berliner Philharmonie. Die Violinistin spielte die Uraufführung einer neuen Fassung von Across the Stars, das ihr der Komponist John Williams gewidmet hat.

Mit der Yellow Lounge spricht die Deutsche Grammophon die Jugend an

Und mit den ersten klassischen Clubabenden der Yellow Lounge in Ostasien wandte sich das Gelblabel außerdem an junge Hörer der Region. Bei den Veranstaltungen in Tokio, Peking, Seoul und Schanghai spielten die DG-Künstler Avi Avital, Peter Gregson, Daniel Hope, Mischa Maisky, Alice Sara Ott, Andreas Ottensamer, Yuja Wang und Esther Yoo.

Alle Veranstaltungen erreichten durch TV-Übertragungen, aber auch durch digitale Medien ein großes Publikum. Das Konzert in der Verbotenen Stadt und die Berlin-Gala werden in mehr als 50 Ländern ausgestrahlt und – geschätzt – von mehr als 30 Millionen Zuschauern gesehen. Die sieben Live-Streams von DG120-Veranstaltungen erreichten bislang online 1,8 Millionen Menschen.

Aufgrund der bemerkenswerten Resonanz auf allen digitalen Kanälen bringt Deutsche Grammophon ab heute einen Podcast auf allen gängigen Portalen heraus, darunter Apple Music, Deezer und Spotify: Holger Wemhoff führt unter dem Motto „Lass uns über Klassik reden“ Gespräche mit Künstlern des Labels und eröffnet einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit.

DG 120: Das „Shellac Project“ restauriert historische Musikschätze

Ein weiterer Eckpunkt von DG120 ist „The Shellac Project“, ein faszinierendes Unterfangen in Partnerschaft mit Google Arts & Culture. Historische Schätze aus dem Archiv der Deutschen Grammophon werden sorgfältig restauriert und veröffentlicht. In der Reihe sind bisher 156 Stücke erschienen, bis zum Ende des Jubiläumsjahrs werden es 400 sein. Sie sind verfügbar über die eigenen Kanäle des Gelblabels sowie auf Partnerplattformen wie Google Play Music, YouTube Music, Spotify, Apple Music und Amazon Music. Höhepunkte des Schellack-Projektes wurden in diesem Herbst außerdem auf LP veröffentlicht.

Von RND/ost

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