Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit „Barfuß in Paris“ – Himmlische Clownerien
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit „Barfuß in Paris“ – Himmlische Clownerien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 06.09.2017
In froher Eintracht: Das Paar (Fiona Gordon, r.) und Dominique Abel hält Händchen mit der Tante (Emmanuelle Riva), die kurzzeitig verschwunden war. Quelle: FilmKinoText
Anzeige
Hannover

An ihrem clownesken Stil hätte Jacques Tati seine Freude gehabt: Dominique Abel und Fiona Gordon begeistern mit ihrem Hang zur Pantomime seit ihrem ersten Spielfilm „Der Eisberg“ (2006). Ihre Kennzeichen sind Skurrilität, Slapstick, Fantasie. Nun treiben sie ihre exzentrische Komik als Regisseure, Autoren und Darsteller auf die Spitze, wenn sie erste eigene Erfahrungen aus Paris aufgreifen.

Ein Feuerwerk der verrückten Einfälle

Die Geschichte beginnt in Kanada, Bibliothekarin Fiona erhält einen Brief ihrer alten Tante Martha, der in Paris die Abschiebung in ein Heim droht. Bei Fionas Ankunft in Paris ist die 88-Jährige verschwunden, Fiona fällt zu allem Unglück in die Seine, ihr Rucksack ist futsch. Seltsam, dass der obdachlose Dom bald in ihrem gelben Pullover auftaucht und sich an ihre Fersen hängt. Der Typ hat sich in sie verguckt und nervt.

Fünf Jahre nach „Die Fee“ überrascht das kanadisch-belgische Paar erneut mit verrückten Einfällen und kuriosen Szenen. Die werden scheinbar ziellos an einander gehängt bei dieser nostalgischen Tour, die über prächtige Boulevards und in versteckte Winkel führt, wo man auch schon mal im Mini-Zelt kampieren oder auf dem Touristenboot einen ganz speziellen Tango hinlegen kann. Entspannung, Charme und gute Laune sind die Zutaten dieser himmlischen Komödie mit der unvergesslichen, im Januar gestorbenen Emmanuelle Riva, die trotz aller Zerbrechlichkeit mit Pierre Richard ein flottes Tänzchen wagt. Im Sitzen!

Und warum läuft Fiona ausgerechnet „Barfuss in Paris“? Um mit lockern Zehen ein bisschen Freiheit und Einfachheit wieder zu finden.

Von Margret Köhler / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Missverständnis – und zwei Fernsehstarssind geboren: In der Komödie „Die Migrantigen“ (Kinostart am 7. September) heuern zwei Wiener einen Coach an, um vor den TV-Kameras als Ausländer bestehen zu können. Der Debütfilm von Arman T. Riahi dekonstruiert ausländerfeindliche Stereotypen.

06.09.2017

Von einer Liebe, die nicht sein darf. Der serbische Regisseur Emir Kusturica erzählt in „On the Milky Road“ (Kinostart am 7. September) ein Märchen aus den letzten Tagen des Jugoslawienkriegs. In der Hauptrolle: die überaus sinnliche Monica Bellucci.

06.09.2017

Der derzeitige US-Präsident verschließt seine Augen vor der Bedrohung der Welt durch den Klimawandel. Dessen ungeachtet führt der einstige Präsidentschaftskandidat Al Gore seinen Kampf für die Rettung des Planeten in seiner Doku „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ (Kinostart am 7. September) fort.

06.09.2017
Anzeige