Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit „Bad Moms 2“: Wenn die Mutter mit der Tochter ...
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit „Bad Moms 2“: Wenn die Mutter mit der Tochter ...
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 08.11.2017
Haare schön, Komödie nicht so: Die schlimmen Mütter (von links Kathryn Hahn, Mila Kunis und Kristen Bell) bekommen zu Weihnachten Besuch von ihren eigenen Müttern. Quelle: Hilary Bronwyn Gayle
Anzeige
Hannover

Als komödiantische Attacke gegen den Mythos der Helikoptermutter hatten Jon Lucas und Scott Moore im Vorjahr ihren Film „Bad Moms“ angelegt. Die Macher von „The Hangover“ wollten zeigen, dass es nicht nur angehende Ehemänner, sondern auch praktizierende Mütter krachen lassen können.

Letztlich war das Aufbegehren gegen mütterliche Rollenbilder mit Besäufnissen und einem gesprengten Elternabend aber harmloser Natur. Man verließ das Kino mit dem Gefühl, dass der Stoff mit einer Regisseurin gewinnbringender hätte veralbert werden können. Doch bei einem Einspielergebnis von fast 184 Millionen Dollar ist ein Sequel unausweichlich. Nun nehmen Lucas und Moore in „Bad Moms 2“ die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest ins Visier.

Amerikanische Weihnacht zum Weinen

Das Frauentrio wird durch ein Großmütter-Triumvirat ergänzt, um die Mutter-Tochter-Konflikte zum frohen Fest kulminieren zu lassen. Während Amy (Mila Kunis) unter dem militanten Perfektionismus ihrer Mutter (Christine Baranski) leidet, freut sich Carla (Kathryn Hahn) über den Besuch ihrer Rocker-Mama (Susan Sarandon). Kiki (Kristin Bell) wiederum wird von der Präsenz ihrer krankhaft liebenden Mutter (Cheryl Hines) fast erdrückt.

Mit küchenpsychologischer Schlichtheit wird hier das Verhältnis zu den eigenen Müttern aufgearbeitet. Dabei sind Katharsis und Versöhnung zum Weihnachtsfest programmiert, und die überzogenen Standards amerikanischer Christmas-Kultur allenfalls unter ethnologischen Gesichtspunkten interessant. Einzig Susan Sarandon und Kathryn Hahn überzeugen als komödiantisches Mutter-Tochter-Gespann, mit dem man gern in einen anderen Film durchbrennen würde. „Bad Moms 2“ ist ein Sequel, das keiner braucht – und das Folgeprojekt „Bad Dads“ ist schon in der Pipeline.

Von Martin Schwickert / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Comeback mit opulentem Schnauzbart: Hercule Poirot lässt sich durch nichts aus der Bahn werfen, schon gar nicht durch einen „Mord im Orient-Express“ (Kinostart am 8. November). Kenneth Branagh inszeniert sich selbst als Agatha Christies ziemlich abgefahrenen und selbstverliebten Detektiv. Für die vielen anderen Darsteller bleibt da kaum Raum.

07.11.2017

Clubhits am Fließband, Festivalauftritte auf der ganzen Welt: David Guetta gehört seit Jahren zu den Topverdienern der DJ-Szene. Nun wird der Franzose 50 und wir wollen wissen, welcher Song von David Guetta Sie besonders begleitet hat. Stimmen Sie ab. War es „One Love“, „Sexy Bitch“ oder doch „Everytime We Touch“...

07.11.2017
Kultur Weltweit Geldmaschine Youtube - Könige der Klicks

Die Zahl der Zuschauer auf Youtube zählt für einen Künstler längst mehr als die Menge der verkauften Alben. Taylor Swift etwa sammelt Klicks wie Trophäen – und belohnt ihre Fans mit besseren Chancen auf ein Tour-Ticket.

05.11.2017
Anzeige