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Nachrichten Trumps erste Auslandsreise: Rempeln, Rütteln, Standpauken

Trumps erste Auslandsreise: Rempeln, Rütteln, Standpauken

Bei der Eröffnung des Anti-Radikalisierungs-Zentrums in Riad sorgt ein Foto für Spott, auf dem Trump und König Salman die Hände auf einen leuchtenden Globus legen. Von unten werden ihre Gesichter durch blaues Licht erhellt, der König reißt die Augen auf. Die „Church of Satan“ (Kirche des Satan) stellt umgehend klar, es handele sich nicht um ein „satanisches Ritual“. Etliche Twitter-Nutzer bearbeiten das Foto, sei es mit Figuren aus dem Fantasy-Film „Herr der Ringe“ oder mit Comic-Helden.

Quelle: SAUDI PRESS AGENCY

Für großes Aufsehen sorgte auch die First Lady Melania Trump. Im Gegenteil zum oft kritisierten Verhalten ihres Mannes, überraschte sie in Riad mit ihrem Gespür für modischem Zeitgeist. Sie trat in dem ultrakonservativen Königreich ohne Kopftuch auf – und zeigte sogar Bein. Auch Michelle Obama, Ehefrau des amerikanischen Ex-Präsidenten Barack Obama, hatte im Januar 2015 bei den Saudis für Empörung gesorgt, als sie bei einem Besuch in Riad ebenfalls mit offenen Haaren auftrat. Damals twitterte Trump: „Viele sagen, es sei wunderbar gewesen, dass Frau Obama sich geweigert habe, ein Kopftuch in Saudi-Arabien zu tragen, aber sie wurden beleidigt. Wir haben genug Feinde.“

Quelle: AP

Nächster Ort, nächstes Bild. Seine Vorgänger fanden beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ergreifende Worte für die Verbrechen der Nazis. Anders Trump. „Es ist eine Ehre, mit all meinen Freunden hier zu sein“, schreibt der US-Präsident ins Gästebuch und fügt hinzu: „So fantastisch + werde nie vergessen.“ Ein Reporter der „Times of Israel» dazu auf Twitter: „Er hat vergessen zu schreiben: Bis nächsten Sommer!“ Mosche Zimmermann, emeritierter Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem, kanzelt Trump ab: „Das schreibt man, wenn man oben auf der Zugspitze steht und die Landschaft bewundert.“

Quelle: UPI Pool/AP
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