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Sturmtief hinterlässt Spur der Verwüstung

Herwart Sturmtief hinterlässt Spur der Verwüstung

Auch in der Region rund um Dresden hat Sturmtief Herwart für einiges Chaos und Verkehrsbehinderungen gesorgt. In mehreren Regionen musste der Verkehr eingestellt werden. In Moritzburg fiel der zweite Teil des Fisch- und Waldfest dem Sturm zum Opfer.

Auf der Rosa-Luxemburg-Straße in Heidenau ist am Sonntagvormittag ein großer Baum durch die starken Windböen entwurzelt worden.

Quelle: Marko Förster

Pirna/Moritzburg. Auch in der Region rund um Dresden hat Sturmtief Herwart für einiges Chaos und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Nachdem der Regionalzuganbieter Trilex bereits ab 7.45 Uhr seine Züge in den Bahnhöfen ließ und auch die Regionalbahnen S1 und S2 gesperrt werden mussen, stellte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) den Verkehr im oberen Osterzgebirge zwischen Dippoldiswalde und Zinnwald auf den Linien auf den Linien 365, 367 und 370 komplett ein. Zudem behinderten jede Menge umgestürzte Bäume und ein drohender Felssturz den Regionalverkehr massiv.

Im Raum Kreischa machten umgestürzte Bäume den Lockwitzgrund für kurze Zeit unbefahrbar, Umleitungen waren die Folge. Zudem musste auch die Strecke zwischen Dorfhain und Kurort Hartha kurzzeitig gesperrt werden. In Dippoldiswalde wurde die Dresdner Straße wegen eines Baumsturzes voll gesperrt, die B172 am Grenzübergang Schmilka wurde durch die tschechischen Behörden vorsorglich dicht gemacht.

Die Feuerwehren Pirna, Wehlen, Lohmen und Dohma waren den gesamten Tag über mit 130 Einsatzkräften zu über 60 Einsätzen unterwegs. Dabei sind hauptsächlich umgestürzte Bäume, Bauzäune und Verkehrsschilder beseitigt worden. Laut Stadtverwaltung Pirna haben die Einsätze bis in die Abendstunden angedauert. Wie die Einsatzleitung der Dresdner Feuerwehr mitteilte, gab es in den Landkreisen Sächsische Schweiz Osterzgebirge und Meißen insgesamt über 700 Einsätze.

Im Kirnitzschtal ereignete sich zwischen Lichtenhainer Wasserfall und dem Abzweig nach Ottendorf ein Felssturz, Geröll und Steine blockierten die Straße. Zudem drohte ein weiter Felsen abzustürzen. Auch die Kirnitzschtalbahn musste ihren Betrieb wegen einer umgestürzten Fichte in Höhe Nasser Grund einstellen. Die Straße wurde auch dort wegen den Bergungsarbeiten halbseitig gesperrt. In Heidenau auf der Rosa-Luxemburg-Straße an der Kreuzung Mozartstraße musste die Feuerwehr einen großen, entwurzelten Baum zersägen, der am frühen Morgen auf den Fußweg gefallen war. Wegen eines Baumsturzes musste auch der Wanderweg bei Porschdorf im Ortsteil Gluto gesperrt werden. Die Bergungsarbeiten dort gestalteten sich wegen der recht schlechten Erreichbarkeit für schweres Gerät eher schwierig. Nach DNN-Informationen wurden in den Landkreisen keine Personen verletzt.

Von dem Sturm betroffen war auch das Fisch- und Waldfest am Schlossteich in Moritzburg. Nachdem es am Sonnabend noch planmäßig über die Bühne ging und etwa 12 000 Menschen anlockte, mussten die Veranstalter von der Kulturlandschaft Moritzburg am Sonntag die Notbremse ziehen. „Wir wollten um 12 Uhr anfangen, haben uns aufgrund der Sturmwarnung aber für eine Absage entschieden. Da die Veranstaltung am Wald unter Bäumen stattfindet, war die Gefahr für die Besucher einfach zu groß“, sagt die Geschäftsführerin der Kulturlandschaft Moritzburg, Gundula Bleul.

Darüber hinaus seien durch den Sturm bereits einige Zelte und Stände kaputt gewesen. Außerdem habe es im Ortsteil Moritzburg seit etwa 11 Uhr einen zweistündigen Stromausfall gegeben, so Bleul. 2000 Menschen waren nach Angaben der Kulturlandschaft trotzdem mittags vor Ort. „Die sind dann zum Abfischen der Teichwirtschaft gegangen“, sagt die Geschäftsführerin. In den vergangenen Jahren besuchten das Fest durchschnittlich rund 30.000 Menschen.

Von Sebastian Burkhardt, Stephan Hönigschmid und Marko Förster

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