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Bekämpfung des Crystal-Schmuggels bleibt Hauptaufgabe der Dresdner Zollfahnder

Jahresbilanz 2016 Bekämpfung des Crystal-Schmuggels bleibt Hauptaufgabe der Dresdner Zollfahnder

Rauschgiftschmuggel und hinterzogene Steuern und Zölle: Die Zahl der Ermittlungsverfahren des Dresdner Zollfahndungsamtes ist im Vergleich zum Jahr 2015 um fast 30 Prozent im Vorjahr gestiegen.

Symbolbild

Quelle: Dietrich Flechtner

Rauschgiftschmuggel und hinterzogene Steuern und Zölle: die Liste an Straftaten, die das Zollfahndungsamt in Dresden im Visier hat, ist lang. Gegen insgesamt 1.583 Tatverdächtige ermittelte das Zollfahndungsamt Dresden im vergangen Jahr, das neben dem Bundesland Sachsen auch für Thüringen sowie den Landgerichtsbezirk Halle zuständig ist. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist die Zahl der Ermittlungsverfahren dabei von 915 auf 1.279 im Vorjahr gestiegen.

Insgesamt wurden durch die Ermittlungen der Zollfahnder Steuerhinterziehungen im Gesamtumfang von rund 7,7 Millionen Euro aufgedeckt, die im Wesentlichen durch den Schmuggel unverzollter Zigaretten und nicht gezahlter Einfuhrabgaben bei Wareneinfuhren aus Drittländern zustande kamen. Allein 131 Ermittlungsverfahren beschäftigten sich mit der Bekämpfung des international organisierten Tabakwarenschmuggels.

Im Kampf gegen den international organisierten Rauschgiftschmuggel, einem zentralen Tätigkeitsschwerpunkt des Zollfahndungsamtes Dresden, konnten in 515 Ermittlungsverfahren in Sachsen und Thüringen die Einfuhr von 465 Kilogramm Betäubungsmitteln nachgewiesen werden. Dabei gewinnt der Frachtflughafen Leipzig als Verkehrsknotenpunkt immer mehr an Bedeutung für den Transport der Drogen per Post oder Kurierdienst. Im Bereich der Rauschgiftkriminalität ist die Bekämpfung des Crystal-Schmuggels über die sächsisch-tschechische Grenze unverändert einer der Hauptschwerpunkte der Zollfahndung Dresden. Die Ermittler konnten den Tätern im vergangenen Jahr die Einfuhr von rund 23 Kilogramm der Droge nachweisen.

Gerade auch im Internet boomt der Handel mit verbotenen Waren, die auf dem Postweg an die Käufer gelangen. Das Zollfahndungsamt Dresden ermittelte in diesem Rahmen in verschieden Deliktsbereichen, wobei gerade gefährliche Pyrotechnik aus dem Netz und Lederwaren aus den Häuten geschützter Schlangen besonders häufig per Post bestellt werden.

Da die Täter einen finanziellen Nutzen aus ihren Zollstraftaten erzielen wollen, sind Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung ebenfalls Bestandteil der Ermittlungen des Zollfahndungsamtes. Im vergangen Jahr konnten dadurch Vermögenswerte, wie Bargeld, Wertgegenstände und Immobilien, von insgesamt 1,6 Millionen Euro sichergestellt werden. Die Straftäter wurden dabei oftmals unmittelbar bei ihren Taten, wie zum Beispiel dem Handel mit Schmuggelzigaretten, ertappt.

Im Rahmen abgeschlossener Ermittlungsverfahren sprachen die Gerichte im Vorjahr Freiheitsstrafen von insgesamt 313 Jahren und Geldstrafen von rund 102.000 Euro aus.

mir

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