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Zu wenig Menschen mit Organspendeausweis

AOK Plus Zu wenig Menschen mit Organspendeausweis

In Sachsen haben nach Ansicht der AOK Plus zu wenige Menschen einen Organspendeausweis. Dabei sei die Bereitschaft, im Falle eines Hirntodes Organe oder Gewebe zur Verfügung zu stellen, höher, sagte eine Sprecherin der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen mit Blick auf den Tag der Organspende am Mittwoch.

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Organspendeausweise

Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen haben nach Ansicht der AOK Plus zu wenige Menschen einen Organspendeausweis. Dabei sei die Bereitschaft, im Falle eines Hirntodes Organe oder Gewebe zur Verfügung zu stellen, höher, sagte eine Sprecherin der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen mit Blick auf den Tag der Organspende (3. Juni) am Mittwoch in Dresden. So gäben acht von zehn Deutschen an, dass sie spenden wollen, aber nur knapp jeder dritte Bundesbürger hat seinen Willen in einem Organspendeausweis festgehalten. Seit 2012 werden Versicherte ab 16 Jahren von den Krankenkassen aufgefordert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Zustimmung oder Ablehnung zu dokumentieren. „Aber zwingen können wir niemanden.“

2016 haben 857 Menschen bundesweit nach ihrem Tod Organe gespendet, insgesamt wurden 3708 Organe transplantiert. 2011 waren es noch 1200 Spender und mehr als 4000 Übertragungen. Die Zahlen stagnieren weiter auf niedrigem Niveau. Dabei stehen mehr als 10 000 schwer kranke Menschen in Deutschland auf den Wartelisten für neue Nieren, Lebern, Herzen, Lungen und Bauchspeicheldrüsen. In Sachsen warten derzeit laut AOK Plus 530 Patienten. 2016 wurden 193 Organe gespendet und 129 Transplantationen durchgeführt - weit weniger als in den Vorjahren.

dpa

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