Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Verein für gemeinsames längeres Lernen will Engagement fortsetzen

Kritik an Schulsystem Verein für gemeinsames längeres Lernen will Engagement fortsetzen

Trotz neuer gesetzlicher Regelungen hält die Kritik am sächsischen Schulsystem an. Der Verein „Gemeinsam länger lernen“, der die frühe Aufteilung der Schüler nach Klasse 4 ablehnt, kündigte am Donnerstag ein weiteres Engagement für seine Ziele an.

Voriger Artikel
Bischöfe in Sachsen mahnen zur Abkehr von Hass und Gewalt
Nächster Artikel
Sachsen muss mehr als eine Million Euro Negativzinsen zahlen

Trotz neuer gesetzlicher Regelungen hält die Kritik am sächsischen Schulsystem an.

Quelle: dpa

Dresden. Trotz neuer gesetzlicher Regelungen hält die Kritik am sächsischen Schulsystem an. Der Verein „Gemeinsam länger lernen“, der die frühe Aufteilung der Schüler nach Klasse 4 ablehnt, kündigte am Donnerstag ein weiteres Engagement für seine Ziele an. Man fühle sich durch das neue Schulgesetz „motiviert“, hieß es. Der Landtag hatte am Dienstag mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition das Gesetz beschlossen. An der bisherigen Gliederung des Schulsystems ändert sich aber nichts, obwohl in Umfragen 75 Prozent der Eltern für ein längeres gemeinsames Lernen sind. Das Kultusministerium verteidigte das Festhalten an den bisherigen Strukturen.

Der Verein widersprach der Ansicht, das sächsische Schulsystem sei besonders leistungsstark. Er verwies in seiner Argumentation auf die hohe Zahl von Schülern, die das sächsische Bildungssystem ohne Abschluss verlassen. 2015 seien das 8,3 Prozent der Schulabgänger gewesen und damit weit mehr als im Bundesdurchschnitt (5,6 Prozent). „Ein wesentlicher Grund für dieses schlechte Abschneiden ist das gegliederte Schulsystem, an dem die sächsische CDU vehement festhält“, teilte der Verein mit.

„Der Verweis auf die vergleichbar höhere Zahl von Schülern ohne Abschluss taugt nicht als Argument für längeres gemeinsames Lernen“, erklärte Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums. In Sachsen sei der Hauptschulabschluss nur mit einer zentralen Abschlussprüfung mit vergleichbar höherem Leistungsanspruch zu erreichen als in westdeutschen Ländern. Zunehmend würden Bildungswissenschaftler vor Strukturreformen warnen, weil dadurch die Leistungsfähigkeit eines Schulsystems Schaden zu nehmen droht: „Der Absturz von Baden- Württemberg beim aktuellen IQB-Ländervergleich steht exemplarisch dafür.“ Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQB) im Bildungswesen vergleicht regelmäßig das Bildungsniveau der Schüler in den Ländern.

Bei der abschließenden Landtagsdebatte zum Schulgesetz hatte die CDU am vergangenen Dienstag klargestellt, dass es auch künftig keine Experimente bei der Schulstruktur geben wird. Die SPD als Koalitionspartner der CDU unterstützt allerdings genau wie Grüne, Linke und AfD ein längeres gemeinsames Lernen. Dafür gibt es verschiedene Modelle. Allen ist gemeinsam, dass Kinder länger als bis zur Klasse 4 (Grundschule) unterrichtet werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

28.06.2017 - 20:15 Uhr

Regionalligist Budissa Bautzen verstärkt seine Abwehr mit Sepp Kunze vom Konkurrenten FC Oberlausitz Neugersdorf. 

mehr
  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zus... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr