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Unwetterschäden in Sachsen kosten Versicherer über 17 Millionen Euro

Mehr Blitze, weniger Hagel Unwetterschäden in Sachsen kosten Versicherer über 17 Millionen Euro

In Sachsen gab es im vergangenen Jahr weniger Naturkatastrophen. Dafür aber waren die Kosten der einzelnen Schäden höher als 2015. Das ist das Ergebnis des Naturkatastrophenkalenders, den Branchenführer Allianz AG jetzt in München vorgelegt hat.

In Sachsen gab es im vergangenen Jahr weniger Naturkatastrophen. Dafür aber waren die Kosten der einzelnen Schäden höher als 2015.
 

Quelle: dpa

München/Dresden.  In Sachsen gab es im vergangenen Jahr weniger Naturkatastrophen. Dafür aber waren die Kosten der einzelnen Schäden höher als 2015. Das ist das Ergebnis des Naturkatastrophenkalenders, den Branchenführer Allianz AG jetzt in München vorgelegt hat. Danach meldeten die sächsischen Kunden des Versicherungskonzerns im vorigen Jahr der Landeszentrale in Leipzig 18 300 Schäden, die Sturm und Hagel, Starkregen oder Blitz als Ursache hatten.

Gegenüber 2015 bedeutet das einen Rückgang um rund 50 Prozent. Die Allianz zahlte zur Regulierung im vergangenen Jahr 17,4 Millionen Euro aus. 2015 waren es noch 32,3 Millionen Euro. „2016 lag die Schadenhöhe bei durchschnittlich 950 Euro und war damit um 13 Prozent teurer als im Jahr zuvor“, sagte Mathias Scheuber, Schadenvorstand der Allianz Versicherungs AG.

Der Freistaat war laut seinen Angaben 2016 das einzige Bundesland, in dem Blitz und Überspannung der Schadenverursacher Nummer 1 waren. 47 Prozent oder 8641 der gemeldeten Schäden wurden dadurch ausgelöst. Die Zahl der Schäden durch Sturm und Hagel, die 2015 noch klar vorn gelegen hatten, ging deutlich zurück: von 26 283 auf 8152 Fälle. Schäden durch Überschwemmungen und Starkregen verursachten 1286 Vorgänge, eine Zunahme um 500.

Fast 70 Prozent der Unwetterschäden in Sachsen erfolgten allein in den Monaten Mai und Juni. Spitzenreiter war der Mai mit knapp 40 Prozent. 2015 waren der März und der Juli die Monate mit den meisten Schadensmeldungen.

Auch in der gesamten Bundesrepublik war 2016 ein eher schadenarmes Jahr. Die Allianz-Kunden meldeten 152 000 Wetterschäden, ein Minus von 50 Prozent. Die Kosten je Fall kletterten von 1234 Euro auf 1955 Euro. In Sachsen waren die Aufwendungen damit für die Allianz deutlich günstiger. Deutschlandweit waren gut 60 Prozent der Schäden auf Sturm und Hagel zurückzuführen, 27 Prozent auf Blitz und Donner und 11 Prozent auf Überschwemmungen. Diese waren besonders teuer. Im Schnitt zahlte die Allianz pro Fall 6850 Euro.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Deutschland lag die Elementarschadenbilanz unter dem langjährigen Durchschnitt, trotz der Unwetter „Paul“ und „Rasmund“. Die Kosten für die Allianz betrugen 219 Millionen Euro.

Scheuber sagte, nahezu alle Gebäude seien durch eine Wohngebäudeversicherung gegen Sturm und Hagel versichert. Bundesweit bestehe für 40 Prozent aller Häuser eine Elementar-Zusatzdeckung, die durch Starkregen verursachte Überschwemmungen absichert. In Sachsen habe weniger als ein Drittel der Gebäudebesitzer diesen Zusatzschutz.

 Scheuber verwies darauf, dass die Ministerpräsidenten-Konferenz sich im Frühjahr dafür ausgesprochen hatte, dass künftig nach Unwetterschäden keine staatlichen Hilfen mehr an Hochwasseropfer fließen sollen, wenn das Gebäude entsprechend versicherbar gewesen wäre. Bayern werde als erste Bundesland ab 2019 keine Gelder mehr gewähren.

Von Ulrich Milde

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