Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Unmut über Rechtsextremismus-Studie: Gleicke weist Vorwürfe zurück

Handwerkliche Fehler? Unmut über Rechtsextremismus-Studie: Gleicke weist Vorwürfe zurück

Im Wahlkampf attackieren sich auch Koalitionspartner. Die CDU will sich die Lage in Ostdeutschland nicht schlechtreden lassen - schon gar nicht von der SPD. Anlass ist eine Studie zum Rechtsextremismus.

Voriger Artikel
Sachsen ist nicht besonders fahrradfreundlich
Nächster Artikel
Sachsens Ärzte operieren öfter

Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, stellte am 18.05.2017 in Berlin die Studie des "Göttinger Instituts für Demokratieforschung" zu "Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland" vor.

Quelle: dpa

Berlin. In der Union regt sich Unmut über eine Studie zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Sie war unter anderem zu dem Ergebnis gelangt, dass Ostdeutsche in besonderer Weise anfällig für Rechtsextremismus sind. Zudem wurden der sächsischen Regierung Versäumnisse im Kampf gegen Rechts vorgeworfen. Die Kritik richtet sich nun gegen die Methodik der Studie - und die Auftraggeberin: die Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD). Ihr Haus wies das zurück.

Der Ansatz, sich auf 40 Interviews zu stützen, sei „mehr als zweifelhaft“, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Die von Frau Gleicke vorgestellte Studie grenzt an einen Skandal. Immer deutlicher wird, dass sie wissenschaftlichen Anforderungen auch nicht im Entferntesten gerecht wird.“ Sie hätte nie veröffentlicht werden dürfen.

Ähnlich argumentierte der Dresdner CDU-Politiker Arnold Vaatz, der als Vize-Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Aufbau Ost zuständig ist. Die Wissenschaftler des Göttinger Instituts für Demokratieforschung hätten nur Freital, Heidenau und Erfurt in die Untersuchung einbezogen - und von diesen drei Städten ausgehend ein Urteil über ganz Ostdeutschland gefällt.

 Regierungsstudie Darum hat der Osten Probleme mit rechter Gesinnung

Gleicke ließ die Anschuldigungen zurückweisen. „Iris Gleicke sieht keine Veranlassung, an Inhalt und Methodik der Studie zu zweifeln“, sagte ein Sprecher der Ostbeauftragten der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch). Das von ihr nach einer öffentlichen Ausschreibung betraute Göttinger Institut sei renommiert und genieße einen hervorragenden Ruf. Die Gefahr, die vom Rechtsextremismus in Ostdeutschland ausgehe, sei völlig unbestreitbar und werde nur noch von Ignoranten geleugnet.

Kritik entzündete sich auch daran, dass das Institut Experten anonym zu Wort kommen ließ, wie die „Welt“ (Online) berichtet hatte. Das Institut wies die Kritik zurück: Dies sei auch im Journalismus eine unverzichtbare Methode, Quellen zu schützen. „Alle Interviewpassagen stammen von tatsächlichen Akteuren vor Ort, sind von den AutorInnen der Studie geführt, verschriftlicht und analysiert worden“, schrieb das Institut auf seiner Website. Im Berliner „Tagesspiegel“ (Mittwoch) nannte es einer der Autoren der Studie aber einen „Fehler, dass wir im Namensverzeichnis nicht mit Sternchen noch einmal gekennzeichnet haben, welche Interviewpartner anonymisiert wurden“.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

23.08.2017 - 12:06 Uhr

Die schwarz-gelben Kicker absolvierten am Mittwoch eine besonders intensive und lange Einheit.

mehr
  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr