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Umfrage: Ostdeutscher Maschinenbau setzt Aufwärtstrend fort

Wirtschaft Umfrage: Ostdeutscher Maschinenbau setzt Aufwärtstrend fort

Der Maschinen- und Anlagenbau gilt als Rückgrat der ostdeutschen Industrie. Traditionsbetriebe und junge aufstrebende Firmen sorgen für industrielle Vielfalt. Viele vernetzen sich mit Zukunftsbranchen - offenbar mit Erfolg.

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Blick in ein Rasoma Endenbearbeitungszentrum EBZ 200-750 des Maschinenbauers Niles-Simmons aus Chemnitz, aufgenommen am 06.03.2017 auf der Doppelmesse "Intec" und "Z" in Leipzig (Sachsen). Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau läuft weiter rund.

Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild

Leipzig. Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau läuft weiter rund. Im zweiten Quartal konnte er seinen Aufwärtstrend fortsetzen, wie der Branchenverband Ost am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Er bezog sich dabei auf eine Umfrage unter seinen 350 Mitgliedern in den ostdeutschen Bundesländern inklusive Berlin. 88 von 100 Unternehmen schätzten dabei ihre aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut ein. Drei Monate zuvor waren es 78 Betriebe.

„Die Kurve zeigt seit Ende 2016 stetig nach oben. Es scheint, als werde nun endlich der lang ersehnte wirtschaftliche Aufschwung eingeleitet“, sagte Verbandsgeschäftsführer Reinhard Pätz. Die Unternehmen investierten wieder mehr in Maschinen, Forschung und Entwicklung. 95 Prozent der Betriebe hätten zwischen Januar und Juni ihre Pläne wie geplant umgesetzt oder ihre Ausgaben sogar erhöht, hieß es.

Laut Umfrage betrug die Kapazitätsauslastung zur Jahresmitte im Schnitt 91,8 Prozent - der höchste Wert seit gut fünf Jahren. Etwa 84 Prozent der Firmen hatten im Vergleich zum ersten Quartal mehr oder gleich viele Aufträge. Das Auftragspolster erhöhte sich auf 5,1 Monate. 92 von 100 Betrieben rechnen im dritten Quartal mit gleichbleibenden oder besseren Geschäften, 40 Prozent der Firmen wollten bis Jahresende neue Mitarbeiter instellen.

Bei anhaltenden politischen Krisen und außenwirtschaftlichen Unsicherheiten sei die Entwicklung nicht unbedingt zu erwarten gewesen, meinte Pätz. Doch die Weltwirtschaft komme zunehmend in Schwung. Zudem seien die Betriebe mittlerweile international breiter aufgestellt. Zu den wichtigsten Exportländern gehörten nicht mehr nur China, die USA, Russland und EU-Staaten, sondern die Kunden kämen vermehrt auch aus Indien, Mexiko und südamerikanischen Ländern.

Politik und Banken müssten daher unbürokratische Finanzierungslösungen für mittelständische Auslandsprojekte bereithalten. Eine Gefahr für den Aufschwung sieht Pätz im Mangel an Fachkräften. Zahlreiche Unternehmen hätten enorme Schwierigkeiten, qualifizierte Facharbeiter, Ingenieure, Führungs- und Nachwuchskräfte zu finden. Zusätzlich müssten die ostdeutschen Betriebe ein verstärktes altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern kompensieren.

Zum ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau werden etwa 470 Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern gerechnet. Die Zahl der Beschäftigten liegt aktuell bei rund 81 000. 2016 erzielte die Branche einen Umsatz von 17,7 Milliarden Euro. Die Exportquote erreichte knapp 50 Prozent.

dpa

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