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Tuberkulose ist in Sachsen weiter aktuell

Erkrankungen auf hohem Niveau Tuberkulose ist in Sachsen weiter aktuell

Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 212 Fälle von Tuberkulose registriert worden. Tuberkulose wird über Tröpfchen in der Atemluft übertragen, ist aber nicht hochansteckend. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen im oberen Teil der Lunge.

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Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes.

Quelle: dpa

Dresden. Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 212 Fälle von Tuberkulose registriert worden. Damit stieg die Zahl der behandlungsbedürftigen Erkrankungen binnen Jahresfrist nur geringfügig um 2 Fälle, wie aus der Statistik des Sozialministeriums hervorgeht. Die Quote von 5,2 pro 100 000 Einwohner stagniert unter dem Bundesdurchschnitt von 7,2. „Wir müssen Tuberkulose noch immer sehr ernst nehmen“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) vor dem Welt-Tuberkulose-Tag (24. März) und warnte: Die Infektionskrankheit komme auch in hochentwickelten Ländern vor.

Wird eine Infektion festgestellt, muss nach Ministeriumsangaben schnell und sorgfältig ermittelt werden, wo die Ansteckung erfolgte und ob weitere Menschen infiziert oder angesteckt wurden. Behandelt wird die Erkrankung mit hochwirksamen Medikamenten. Falls sich Betroffene der Therapie verweigern, können sie auf Anordnung der Gesundheitsämter unter Quarantäne gestellt oder in einem geschlossenen Krankenhaus untergebracht werden.

Die Zahl der Neuerkrankungen lag im vergangenen Jahr auf dem Niveau von 2004. Nach jahrelangem Rückgang gibt es seit 2013 wieder einen steten Anstieg, von 2014 auf 2015 sogar eine Verdopplung - auch wegen des Flüchtlingsstroms. 2016 wurden mit 43 weniger als ein Fünftel der Infektionen bei der Asylbewerber-Erstuntersuchung festgestellt. „Die überwiegende Anzahl der TBC-Fälle betrifft Patienten, die in Deutschland geboren sind“, betonte Klepsch.

Während international die TBC-Erkrankungen durch Erreger verursacht werden, die resistent gegen bewährte Medikamente sind, hat sich der Anteil multiresistenter TBC in Deutschland weitgehend stabilisiert. Bundesweit liegt er bei drei, landesweit bei einem Prozent, wie eine Sprecherin sagte. Speziell geschulte Ärzte und Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern helfen, Infektionen früh zu erkennen, wirksam zu behandeln und Ansteckung zu vermeiden. „Die Erkrankung muss kontrolliert werden, um die Situation beherrschen zu können.“

Tuberkulose wird über Tröpfchen in der Atemluft übertragen, ist aber nicht hochansteckend. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen im oberen Teil der Lunge, allerdings kann Tuberkulose aber auch andere Organe befallen. Erkrankte leiden beispielsweise unter Kraftlosigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme und andauerndem Husten.

dpa

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