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Tausende feiern Ende der Kindheit

Weniger Konfirmationen Tausende feiern Ende der Kindheit

Mehr als ein Viertel der 13- bis 15-Jährigen in Sachsen haben im Frühjahr das Ende der Kindheit gefeiert - weltlich humanistisch oder christlich. Seit Ostern nahmen mehr als 18 000 Jugendliche an Jugendweihe, Konfirmation oder Firmung teil.

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Quelle: dpa

Dresden. Mehr als ein Viertel der 13- bis 15-Jährigen in Sachsen haben im Frühjahr das Ende der Kindheit gefeiert - weltlich humanistisch oder christlich. Seit Ostern nahmen mehr als 18 000 Jugendliche an Jugendweihe, Konfirmation oder Firmung teil. Nach Schätzungen der Kirchen und des Jugendweiheverbandes werden es in diesem Jahr insgesamt 18 355 Teenager sein - die katholischen Firmungen laufen noch. Vor der festlichen Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen besuchten die Jugendlichen Foren, Konfirmandenunterricht, Firmkurse und Rüstzeiten.

Bei der evangelischen Landeskirche sind erneut weniger junge Menschen konfirmiert worden als im Vorjahr. Die Jugendweihe liegt im Trend der vergangenen Jahre: „Wir hatten etwa 12 500 Teilnehmer, ähnlich wie 2016“, sagte Jens Amm vom Landesverband für Jugendarbeit und Jugendweihe. Bei Firmungen gab es Zuwächse. Das Bistum Dresden-Meißen erwartet die höchste Beteiligung seit Jahren.

Auf dem Gebiet der Landeskirche wurden seit Palmsonntag rund 4800 Jugendliche konfirmiert, im Jahr zuvor waren es 100 mehr. Gerade in der Altersgruppe gebe es weniger evangelische Kinder, sagte Sprecher Matthias Oelke. „An der Einstellung zur Konfirmation hat sich weder bei Jugendlichen noch Eltern etwas geändert“. Nach dem Hoch von knapp 5000 in jüngerer Vergangenheit gebe es aber eine gewisse Stagnation, mit regionalen Unterschieden.

Laut Oelke geht die Taufe im Baby- oder Kleinkindalter zurück. Vor allem Alleinerziehende würden die Entscheidung darüber später dem Nachwuchs selbst überlassen. „Im günstigsten Fall werden sie als Jugendliche getauft statt konfirmiert.“ Angesichts der veränderten Familienstrukturen geht er davon aus, dass das Niveau gleich bleibt.

Heranwachsende katholische Christen bestätigen ihre mit der Taufe erworbene Zugehörigkeit zur Kirche eigenhändig. Mit 1055 verzeichnet das Bistum Dresden-Meißen die höchste Firmzahl seit 2007. Bischof Heinrich Timmerevers oder ein beauftragter Priester spendeten in den vergangenen Wochen bereits vielen 13- bis 17-Jährige zwischen Vogtland, Sächsischer Schweiz und der Lausitz das Sakrament, sagte Bistumssprecher Michael Baudisch. „Und es geht nach Pfingsten noch weiter.“

Der Übertritt in den Kreis der Erwachsenen ist ein Familienfest. Die Christen feiern erst gemeinsam Gottesdienst, bei der Jugendweihe gibt es eine moderierte Veranstaltung mit Band und Festrede. „Da hat auch schon mal Gregor Gysi gesprochen“, erzählte Amm. Gefeiert wird danach zu Hause. „Manchmal ist es auch eine Klassenparty.“

dpa

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