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Sächsische Universitäten kämpfen um Exzellenz-Lorbeeren

Bildung Sächsische Universitäten kämpfen um Exzellenz-Lorbeeren

Für Sachsens Universitäten geht es Anfang April in einer neuen Runde der sogenannten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wieder um viel Geld und Ehre. Alle vier Unis in Dresden, Freiberg, Chemnitz und Leipzig werden sich an dem Wettbewerb beteiligen, wie das Wissenschaftsministerium in Dresden auf Anfrage mitteilte.

Ein Hörsaal der TU Dresden

Quelle: DNN/Archiv

Dresden. Für Sachsens Universitäten geht es Anfang April in einer neuen Runde der sogenannten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wieder um viel Geld und Ehre. Alle vier Unis in Dresden, Freiberg, Chemnitz und Leipzig werden sich an dem Wettbewerb beteiligen, wie das Wissenschaftsministerium in Dresden auf Anfrage mitteilte. Es würden sowohl Einzelanträge als auch Anträge im Verbund mit Unis anderer Bundesländer eingereicht. Die Forschungsprojekte seien im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin sowie der modernen Informationstechnologien angesiedelt. Es ist nach 2006 bis 2011/12 und einer zweiten Periode von 2012 bis 2017 die dritte Runde der Exzellenzinitiative.

Bis zum 3. April müssen die Antragsskizzen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft vorliegen. Bei wohlwollender Beurteilung können dann im Herbst die Vollanträge dazu gestellt werden. Die endgültige Entscheidung fällt im Spätsommer 2018. Vom Januar 2019 an geht es für die Dauer von sieben Jahren um insgesamt zu verteilende 3,73 Milliarden Euro.

Die Exzellenzinitiative verläuft auf drei Ebenen. Ganz oben steht die Einstufung als sogenannte Exzellenz- oder Elite-Uni. Von denen gibt es in Deutschland aktuell elf. Gefördert werden aber auch einzelne Exzellenzcluster - Forschungsprojekte zu einem bestimmten Thema - sowie sogenannte Graduiertenschulen. Je Cluster kann die Förderung laut Ministerium jährlich zwischen 3 und 10 Millionen Euro liegen.

Zum Inhalt ihrer jetzigen Anträge geben sich die Universitäten auch rund zwei Wochen vor Ablauf der Frist schmallippig. Die TU Chemnitz war in der noch aktuellen Förderperiode mit einem Exzellenzcluster auf dem Gebiet der Leichtbauforschung erfolgreich. Dabei geht es um großserientaugliche Basistechnologien aus den Bereichen Kunststoff, Metall, Textil und Smart Systems zur Entwicklung ressourceneffizienter Produkte und Produktion.

Mehr als 100 Forscher und Techniker und Technikerinnen aus sechs Forschungsbereichen arbeiten an dem Projekt, das bis 2018 mit etwa 40,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. In einen Hallenneubau wurden etwa 30 Millionen Euro investiert. „Die TU Chemnitz wird alles daran setzen, den Bundesexzellenzcluster mit neuen Konzepten und Ideen zu halten“, sagt Uni-Sprecher Mario Steinebach. Technologien und Bauteilstrukturen sollen dabei bezüglich ihrer ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit näher betrachtet werden. Ein besonderer Fokus liege auf nachwachsenden Rohstoffen und dem Thema Recycling, heißt es.

Besonders erfolgreich war die Technische Universität Dresden, die in der aktuellen Förderperiode mit ihrem Zukunftskonzept „Die Synergetische Universität“ Exzellenzuniversität wurde - die einzige im Osten. Zudem war sie bei zwei Exzellenzclustern und mit einer Graduiertenschule erfolgreich. Die Uni wird sich laut Sprecherin Kim-Astrid Magister auch an der neuen Exzellenz-Runde beteiligen. Mehr ist nicht zu erfahren - „aus Gründen des Wettbewerbs“, wie es heißt.

Die Universität Leipzig will zwei Cluster-Antragsskizzen einreichen. „Dabei handelt es sich um Anträge aus den Bereichen Lebens- und Geisteswissenschaften, jeweils sorgsam auf das Profil der Universität Leipzig abgestimmt“, sagt eine Uni-Sprecherin. Die Leipziger waren bisher nur in der erste Förderperiode von 2006 bis 2012 erfolgreich.

Noch ohne Exzellenz-Lorbeeren ist die TU Bergakademie Freiberg, die sich aber auch beteiligen will.

dpa

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