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Rotkäppchen steht vor Sprung zu den Umsatz-Milliardären

Sekthersteller Rotkäppchen steht vor Sprung zu den Umsatz-Milliardären

Christof Queisser ist ein vorsichtiger Mensch. Rotkäppchen-Mumm, der führende deutsche Sekthersteller, werde die Internationalisierung konsequent vorantreiben, sagte der Firmenchef gestern bei der Bilanzvorlage in Leipzig. „Aber es ist ein sehr langer Weg“, warnte er vor übertriebenen Erwartungen. Schließlich seien die Märkte besetzt.

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Der traditionsreiche Rotkäppchen-Sekt wird in Freyburg im Burgenlandkreis produziert. Der Sekt ist Marktführer in Deutschland.

Quelle: dpa

Leipzig.

Große Hoffnungen setzt Queisser auf die jüngst erworbene italienische Tochter Ruggeri. Der Prosecco-Produzent sei weltweit an 30 Standorten präsent „und wird uns im Auslandsgeschäft einen Schub geben“. Mit der Premiummarke Ruggeri im Portfolio ergäben sich neue Möglichkeiten im internationalen Vertrieb. Ziel sei, die nationalen Marken mit Rotkäppchen an der Spitze im Ausland wachsen zu lassen. In einem ersten Schritt sollen benachbarte Länder wie Österreich und die Schweiz erschlossen werden. Andere Schwerpunkte seien Asien und die USA. Im vorigen Jahr startete Rotkäppchen-Mumm auf dem tschechischen Markt und liegt dort auf dem dritten Platz. Mittelfristig soll der zweite Rang erobert werden. „Da sind wir sehr zuversichtlich.“ Weitere Akquisitionen schloss der Vorsitzende der Geschäftsführung nicht aus.

Mit den 2016 erzielten Ergebnissen zeigte er sich sehr zufrieden: „Es war ein ausgezeichnetes Jahr, das beste der Unternehmensgeschichte.“ Abgesetzt wurden 271,2 Millionen Flaschen Sekt, Spirituosen, Wein und weinhaltige Getränke. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 7,2 Prozent bei weitgehend stabilen Gesamtmärkten. „Wir haben uns den Zuwachs nicht über den Preis erkauft“, sagte Queisser. Es handle sich somit um qualitatives Wachstum. Der Umsatz kletterte um 8,1 Prozent auf 986,0 Millionen Euro. Es ist wahrscheinlich, dass Rotkäppchen-Mumm in diesem Jahr zu den Umsatz-Milliardären aufrücken wird.

Wesentlicher Treiber war im vorigen Jahr die Marke Rotkäppchen. Hiervon wurden 125,6 Millionen Flaschen abgesetzt, ein Plus von gut zehn Prozent. MM legte um 4,2 Prozent auf 17,6 Millionen Flaschen zu. Leichte Rückgänge bei Mumm und Jules Mumm wurden so mehr als kompensiert. Rotkäppchen selbst hat in Deutschland damit den Marktanteil um 1,2 Punkte auf 39,3 Prozent ausgebaut. Über alle Marken liegt die Quote bei 55,4 Prozent (Vorjahr: 54,9). „Rotkäppchen ist die beliebteste Sektmarke aller Deutschen, in Ost wie West“, kommentierte Queisser. Er freute sich auch über Absatzsteigerungen bei den Spirituosen, beim Wein und bei weinhaltigen Getränken.

Gelassen reagierte der Sektmanager darauf, dass Lebensmittelriesen vor allem im Osten gern mit günstigen Rotkäppchen-Preisen werben und versuchen, so Kunden in die Geschäfte zu locken. „Der Handel hat die Preishoheit.“ Aber es sei gelungen, den Durchschnittspreis pro verkaufter Sektflasche unverändert bei 3,32 Euro zu halten.

Generell stehe die Qualität der Marken im Vordergrund, das sei wichtiger, als ein, zwei Million Flaschen mehr zu verkaufen. Jüngst sei es gelungen, bei Mumm eine Preiserhöhung durchzusetzen. Rotkäppchen-Mumm beschäftigt 636 Mitarbeiter, 28 mehr als ein Jahr zuvor. Davon arbeiten 189 in Freyburg und 128 in Nordhausen. Größter Standort ist Eltville am Rhein mit 278 Beschäftigten. Kleinster Standort ist Breisach mit 41 Angestellten.

Von Ulrich Milde

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