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Reges Interesse an Sachsens Landesgedächtnis

Staatsarchiv Reges Interesse an Sachsens Landesgedächtnis

Über 100 000 Meter Akten, 60 000 Urkunden sowie 740 000 Karten und Pläne: Das Sächsische Staatsarchiv ist ein wahrer Schatz an jahrhundertealten Dokumenten und Überlieferungen – sei es zur sächsischen, deutschen oder europäischen Geschichte. Noch immer besteht reges Interesse.

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Verzeichnete 2016 die meisten Nutzer unter den Abteilungen des Sächsischen Staats­archivs: das Hauptstaatsarchiv Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Über 100 000 Meter Akten, 60 000 Urkunden sowie 740 000 Karten und Pläne: Das Sächsische Staatsarchiv ist ein wahrer Schatz an jahrhundertealten Dokumenten und Überlieferungen – sei es zur sächsischen, deutschen oder europäischen Geschichte. Noch immer besteht reges Interesse daran, in die Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten einzutauchen und dabei womöglich die ein oder andere Entdeckung zu machen.

So zählte das hiesige Landesgedächtnis im vergangenen Jahr insgesamt fast 3000 Nutzer, wie die LVZ auf Nachfrage erfuhr. Knapp 1200 davon entfielen auf das Hauptstaatsarchiv Dresden, rund 900 auf das Staatsarchiv Leipzig. Der Rest verteilte sich auf die Standorte in Chemnitz (402), Freiberg (246) und Bautzen (174). Die einzelnen Benutzungen summierten sich auf nahezu 13 000. „Diese Zahl ist zwar leicht rückläufig – was wir auch auf unser verbessertes Internetangebot zurückführen. Das Staatsarchiv gehört damit aber immer noch zu den meistbenutzten Archiven in Deutschland“, betonte Andrea Wettmann, Leiterin des Sächsischen Staatsarchivs.

Als vielfältig erwiesen sich die Gründe für einen Gebrauch des Archivs, wie Sachbearbeiterin Dörte Engmann preisgab. Demnach haben die meisten Nutzer ein familienkundliches Anliegen verfolgt. Mehr als 1650 der insgesamt rund 6500 auf schriftlichem Wege erteilten Auskünfte basierten darauf, so Engmann. Das entspricht immerhin jedem vierten Antwortschreiben. In 21 Prozent der Fälle lag ein amtliches Begehren zugrunde, in 20 Prozent ein privates und in knapp 17 Prozent ein wissenschaftliches.

Häufig geforscht wurde unter anderem zu Themen wie der Industrie- und Wirtschaftsgeschichte, der Genealogie und der Montangeschichte. „Das sind alles Bereiche, mit denen sich unsere Nutzer auch schon in den Vorjahren im Lesesaal befasst haben“, erläuterte Engmann. Ebenfalls nachgefragt waren Quellen zur polnischen Geschichte und der Zeit der sächsisch-polnischen Union (1697–1763). Kaum verwunderlich: „Hier zeigten sich insbesondere Menschen aus Polen sehr interessiert.“

Darüber hinaus verwies die Sachbearbeiterin auf mehrere Projekte, die vom Staatsarchiv unterstützt wurden. Als Beispiele nannte sie etwa Ausstellungsvorbereitungen zum Reformationsjahr 2017 sowie den Unesco-Welterbe-Antrag der Montanregion Erzgebirge. „Zudem gab es zahlreiche Benutzungen zu juristischen Zwecken wie Grundstücks- und Eigentumsfragen und zu Rentenangelegenheiten“, verriet Engmann und ergänzte: „Rund 2100 Menschen nahmen obendrein an Führungen teil.“

Den Trend zur Digitalisierung will das Staatsarchiv im Übrigen trotz noch nicht abzuschätzender Folgekosten weiter fortführen. Für 2017 sei laut Engmann geplant, sowohl die Anzahl der bereitgestellten Digitalisate – aktuell 60 000 – als auch den dafür nötigen Speicherplatz um ein Vielfaches zu erhöhen. Derzeit besitze die Behörde rund sechs Millionen Verzeichnungseinheiten über das verwahrte Archivgut, von denen über zwei Millionen Datensätze für eine Internetrecherche freigegeben seien.

Von Matthias Klöppel

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