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Pegida-Aufmärsche: Studie listet Angriffe gegen Journalisten auf

Zentrum für Pressefreiheit Pegida-Aufmärsche: Studie listet Angriffe gegen Journalisten auf

Bei Pegida-Aufmärschen wird gegen die „Lügenpresse“ gehetzt. Journalisten sind Teil des Feindbildes geworden. Das Leipziger Zentrum für Pressefreiheit hat Attacken gegen Medienvertreter untersucht.

Mindestens 29 Journalisten sind laut einer Studie in diesem Jahr in Deutschland von Teilnehmern „rechtspopulistischer Veranstaltungen“ wie Pegida gewaltsam angegriffen worden.

Quelle: Archiv

Leipzig. Mindestens 29 Journalisten sind laut einer Studie in diesem Jahr in Deutschland von Teilnehmern „rechtspopulistischer Veranstaltungen“ wie Pegida gewaltsam angegriffen worden. Dutzende weitere seien bedroht und bedrängt worden, teilte das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit am Dienstag in Leipzig mit. Die Opfer würden als Teil der „Lügenpresse“ angesehen, hieß es. Das Zentrum hatte die Studie zwischen dem 16. November und dem 12. Dezember auf Basis von Medienberichten sowie Opferbefragungen erstellt. „Journalisten gelten bei einem wachsenden Anteil der Bevölkerung nicht mehr als neutral, sondern werden zum Teil eines Feindbildes aus herrschender Politik und weltoffener Gesellschaft“, sagte der Leiter der Studie, Martin Hoffmann. 

Das Zentrum wolle die Daten weiter vervollständigen und rufe zur Unterstützung auf, sagte Hoffmann. Journalisten, die Opfer von Gewalttaten oder Bedrohungen wurden oder deren Eigentum beschädigt wurde, könnten sich auf der Internetseite an das Zentrum wenden. Die Datenlage sei noch lückenhaft, weil die Polizei die Angriffe auf Journalisten bisher nicht gesondert erfasst habe. Das Zentrum war im Juni 2015 von 20 Organisationen gegründet worden. Es will Verletzungen der Pressefreiheit dokumentieren und betroffene Journalisten unterstützen. Finanziert wird das Projekt unter anderem von der Europäischen Union, dem Auswärtigen Amt und dem Land Sachsen.

dpa

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