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Lob und Kritik für Universitätsmedizin in Sachsen

Insgesamt überzeugt Lob und Kritik für Universitätsmedizin in Sachsen

Die sächsische Universitätsmedizin hat bei einer Evaluierung durch den Wissenschaftrat insgesamt überzeugt, aber auch Defizite offenbart. Verbesserungsbedarf bestehe an beiden Standorten in der Lehre.

Symbolbild

Quelle: dpa

Sachsens Universitätsmedizin hat bei einer Evaluierung durch den Wissenschaftrat insgesamt gute Noten erhalten. Zugleich legt die am Freitag veröffentlichte Kurzform des Berichts Defizite offen. „Dynamische Entwicklung in der Forschung, dringender Handlungsbedarf in der Lehre und bei der Finanzierung“, überschrieb der Rat seine Mitteilung. Verbesserungsbedarf bestehe an beiden Standorten in der Lehre. Aufbau und Organisation des Studiums sollten stetig weiterentwickelt und modernisiert werden. Beim dringend erforderlichen Ausbau der IT-Infrastrukturen müsse man Synergien an und zwischen den Standorten stärker nutzen.

Laut Wissenschaftsrat ist die finanzielle Ausstattung dem Entwicklungstempo der beiden Standorte nicht mehr angemessen. Um konkurrenz- und leistungsfähig zu bleiben, benötige man bessere finanzielle Bedingungen. Sachsen sollte die Grundfinanzierung sicherstellen und zum anderen eine zusätzliche Ergänzungsausstattung als leistungsbezogenen Zuschuss gewähren. Außerdem gelte es den Mehraufwand für die Profilbildung zu berücksichtigen.

„Dringender finanzieller Handlungsbedarf besteht in Dresden und Leipzig auch angesichts der teilweise dramatischen Investitionsstaus bei der technischen Ausstattung und den Baumaßnahmen“, heißt es in dem Bericht. Aus Sicht des Wissenschaftsrates kann Sachsen nur mit erhöhten Investitionen und einer langfristigen Investitionsplanung das erreichte Entwicklungsniveau halten und weiterentwickeln. Konkrete Summen wurden nicht genannt. Der Evaluierungsbericht soll in der kommenden Woche im Internet einsehbar sein.

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) äußerte sich erfreut über die Bewertung und sprach von einem sehr guten Zeugnis: „Wir werden den Bericht in der Landesregierung und gemeinsam mit der Universitätsmedizin auswerten, um für die kommenden Jahre die bestmöglichen Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung zu schaffen“, erklärte sie in Dresden. Für Investitionen erhalten die Unikliniken in Dresden und Leipzig 2017 und 2018 insgesamt je 100 Millionen Euro vom Freistaat, für den eigentlichen Betrieb sind es pro Jahr 130 Millionen Euro.

Der Dresdner Uniklinik wird mit ihren drei Forschungsschwerpunkten – Onkologische Erkrankungen, Metabolische Erkrankungen sowie Neurologische und psychiatrische Erkrankungen - ein Forschungsprofil auf internationalem Niveau attestiert. Leipzig zähle mit dem Schwerpunkt Zivilisationskrankheiten zu den führenden deutschen Zentren der Adipositasforschung, hieß es unter anderem.

dpa

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