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Jugendschützer will mehr Kontrollen gegen verbotenen Alkoholverkauf

Orte mit Gefährdungspotential Jugendschützer will mehr Kontrollen gegen verbotenen Alkoholverkauf

Tankstellen oder Bushaltestellen sind vielerorts abendliche Treffpunkte für Jugendliche - und wegen des Alkohols, der dabei meist mit im Spiel ist, für den Geschäftsführer der Aktion Jugendschutz Sachsen, Uwe Majewski, vor allem „Orte mit Gefährdungspotenzial“.

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Quelle: dpa

Tankstellen oder Bushaltestellen sind vielerorts abendliche Treffpunkte für Jugendliche - und wegen des Alkohols, der dabei meist mit im Spiel ist, für den Geschäftsführer der Aktion Jugendschutz Sachsen, Uwe Majewski, vor allem „Orte mit Gefährdungspotenzial“. Alkohol und Jugendliche - das sei dauerhaft eine hochproblematische Beziehung, vor allem in ländlichen Regionen. Das Problem beginne nicht erst in Diskotheken, Gaststätten oder Nachtclubs, sagt Majewski.

Mit Kontrollen versuchen die Ordnungsämter der Kommunen, den Ausschank und Verkauf von Spirituosen und Tabakwaren an Minderjährige zu unterbinden. Doch das Risiko, dass Verstöße gegen den Jugendschutz geahndet werden, sei für die Sünder relativ gering, kritisiert Majewski. Er fordert mehr Kontrollen.

In Dresden wachen die Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdiensts über die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen. Laut Stadtsprecher Kai Schulz gehen sie mit ihren Kollegen von Abteilung Gewerbeangelegenheiten auf Streife, um Verstöße festzustellen, oder gehen Hinweisen dazu nach. „Dabei werden vor allem Aufenthaltsverbote kontrolliert sowie der Konsum alkoholischer Getränke und das Rauchen von Minderjährigen in der Öffentlichkeit.“ Im Fall von Verstößen bleibe es meist bei Belehrungen. Alkohol und Zigaretten würden eingezogen.

Seit fünf Jahren werden zudem verdächtige Verkaufsstellen mit Testkäufen geprüft. Neben Alkohol und Tabakwaren gehe es dabei auch um bestimmte Computerspiele oder Videos. In fast jedem zweiten Fall seien dabei Bußgelder verhängt worden, heißt es.

Mit Kontrollen von Diskotheken und Verkaufsstellen wird auch in Leipzig auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes geachtet. Dabei wurden 2016 sieben Verstöße festgestellt und angezeigt, weil Jugendliche zu Zeiten in Gaststätten angetroffen wurden, in denen sie nicht mehr dort sein durften, heißt es in der Stadtverwaltung. In einem weiteren Verfahren ging es um den Verkauf von alkoholischen Getränken. Beide Arten von Verstößen werden laut Stadt in der Regel mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet.

Laut Statistischem Landesamt stieg die Zahl der Jugendlichen, die pro Jahr in Sachsen mit akutem Rausch ins Krankenhaus gebracht werden, von 2014 bis 2015 bei den 10- bis 15-Jährigen von 96 auf 155, bei den 15- bis 20-Jährigen von 637 auf 733. 2011 etwa waren es noch 128 und 606 Fälle. Angaben für 2016 sollen erst im Herbst vorliegen.

„Die Fälle nehmen wieder zu“, sagt der Sprecher des Uniklinikums Dresden, Holger Ostermeyer. Nach 53 und 39 Fällen 2014 und 2015 seien im vergangenen Jahr wieder 46 Fälle mit akutem Rausch, wie es heißt, in die Kinderklinik gekommen. In diesem Jahr würden es voraussichtlich etwa ebenso viele werden. Für die betreuenden Krankenschwestern seien diese Jugendlichen immer eine große Belastung.#

dpa

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