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Grüne befürchten weitere Zunahme des Unterrichtsausfalls in Sachsen

Lehrermangel Grüne befürchten weitere Zunahme des Unterrichtsausfalls in Sachsen

Die Grünen rechnen mit steigendem Stundenausfall an sächsischen Schulen. „Ich befürchte, dass sich die Situation weiter verschlimmern wird“, erklärte die Abgeordnete Petra Zais am Donnerstag in Dresden und begründete das mit Lehrermangel und einem „Raubbau“ beim Personal.

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Die Grünen rechnen mit steigendem Stundenausfall an sächsischen Schulen.

Quelle: dpa

Dresden. An sächsischen Schulen droht nach Ansicht der Grünen immer mehr Unterrichtsausfall. „Ich befürchte, dass sich die Situation weiter verschlimmern wird“, erklärte die Abgeordnete Petra Zais am Donnerstag in Dresden und begründete das unter anderem mit dem Lehrermangel. Zais sieht vor allem die Oberschulen an der Belastungsgrenze. Mit dem neuen Schulgesetz müssten sie eine Reihe neuer Aufgaben erfüllen und könnten schon jetzt kaum noch den planmäßigen Unterricht absichern: „Das ist Raubbau an der wichtigsten Ressource des Bildungssystems – den Lehrerinnen und Lehrern.“ Die größten Baustellen im Schulsystem würden immer offensichtlicher.

Zais hatte Zahlen zum Stundenausfall per Kleiner Anfrage im Parlament erfragt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Unterrichtsjahres sei der Ausfall in fast allen Schularten gestiegen, so die Grünen- Bildungsexpertin. Bisher sei es der schwarz-roten Koalition nicht gelungen, eine Antwort auf den Teufelskreis aus Lehrermangel und einem hohen Krankenstand aufgrund zunehmender Belastungen zu finden. Sachsen habe für eine wachsende Zahl von Schülern zu wenig Personal. Die Zahl der ausscheidenden Lehrer könne weiter nicht durch ausgebildete Fachlehrer ersetzt werden. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung hätten keine ausreichende Wirkung entfaltet.

Nach Angaben der Grünen stieg der Unterrichtsausfall im Vergleich der ersten Halbjahre 2015/2016 und 2016/2017 in Förderschulen von 4,46 auf 5,74 Prozent. In den Berufsschulen waren es 4,78 beziehungsweise 5,46 Prozent. „Besonders gebeutelt sind die sächsischen Oberschulen mit einem durchschnittlichen außerplanmäßigen Unterrichtsausfall von 4,7 Prozent. Im Vorjahreshalbjahr waren es noch 3,7 Prozent“, sagte Zais. In Leipzig sei die Situation mittlerweile dramatisch. Dort liege die Quote bei 6,2 Prozent. An Grundschulen fielen die Fächer Deutsch, Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache wegen Krankheit häufiger als die anderen Fächer aus.

dpa

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