Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Google+
Gefahren im Internet - Computerkriminalität in Sachsen nimmt zu

Cybersicherheit Gefahren im Internet - Computerkriminalität in Sachsen nimmt zu

Datenklau, Schädlinge, Betrug, Darknet: In Sachsen sind werden immer mehr Fälle von Computerkriminalität registriert. Laut einer Forsa-Umfrage sind fast sechs von zehn Internetnutzern im Freistaat bereits Opfer von Straftaten im Netz gewesen. Nach Angaben des Innenministeriums haben die Straftaten im Internet massiv zugenommen.

Voriger Artikel
Trillerpfeifen und Luftballons gegen Rechtsrock-Konzert in Themar
Nächster Artikel
SPD arbeitet in Leipzig Wahlschlappe auf – Schulz ruft zur Geschlossenheit auf

84 Prozent der Sachsen bezeichnen sich in der Erhebung als Internetnutzer.

Quelle: dpa

Dresden. Datenklau, Schädlinge, Betrug, Darknet: In Sachsen sind werden immer mehr Fälle von Computerkriminalität registriert. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Forsa-Umfrage für das sächsische Innenministerium sind fast sechs von zehn Internetnutzern im Freistaat bereits Opfer von Straftaten im Netz gewesen. Bei der Erhebung gaben 58 Prozent der 1000 befragten Männer und Frauen an, schon von Waren- und Dienstleistungsbetrug, Identitätsdiebstahl, Schadsoftware oder digitaler Erpressung betroffen gewesen zu sein.

Nach Angaben des Innenministeriums haben die Straftaten im Internet massiv zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden 10 269 Fälle registriert. 2012 waren es hingegen nur 7631. „Cybercrime ist kein Kavaliersdelikt“, sagte der für Informationstechnologie zuständige Innen-Staatssekretär Michael Wilhelm. Die Bandbreite der Delikte reiche von der Infizierung privater Geräte mit Viren oder Trojanern, über digitale Erpressung, Datendiebstahl und Betrugsdelikte bis hin zum Waffen- und Drogenkauf im sogenannten Darknet, einem abgeschirmten Bereich des Internets.

Sachsen habe mit dem CyberCrimeCompetenceCenter SN4C Spezialisten für die Bekämpfung der Computerkriminalität. Allerdings gebe es ein Dunkelfeld, weil zu wenige Delikte auch angezeigt würden, sagte Wilhelm. So würden zum Beispiel Unternehmen aus Furcht vor einem Imageschaden Internetangriffe nicht melden. Zudem bewerteten einige Betroffene Cyberattacken nicht als Straftaten. Nur 15 Prozent von ihnen erstatteten Anzeige, hieß es.

84 Prozent der Sachsen bezeichnen sich in der Erhebung als Internetnutzer. 70 Prozent erledigen Einkäufe online und mehr als die Hälfte (53 Prozent) tätigt auch Bankgeschäfte im Netz.

Einen umfassenden Schutz gegen Cybercrime halten die meisten Sachsen für utopisch - 92 Prozent halten dies laut Umfrage für nicht möglich. Eine kostenpflichtige Antivirensoftware haben den Zahlen zufolge 59 Prozent der Nutzer installiert, ähnlich viele (62 Prozent) legen Sicherheitskopien ihrer persönlichen Daten an.

64 Prozent der Nutzer achten auf eine sichere Internetverbindung (https). Drei Viertel der Befragten gaben an, regelmäßig das Betriebssystem auf PC, Laptop, Tablet oder Smartphone zu aktualisieren. „Die Ergebnisse zeigen, dass Internetkriminalität kein lästiges Randthema im Alltag der Bevölkerung ist, sondern den Nutzern inzwischen bewusst ist, dass sie jederzeit und überall selbst Opfer von Cyberkriminalität werden können“, sagte Staatssekretär Wilhelm.

Nicht ganz so sorgsam gehen die Sachsen dagegen mit Passwörtern um. Zwar verwenden drei von vier Internetnutzern (76 Prozent) laut der Erhebung komplizierte Zugangscodes. Allerdings änderten nur 37 Prozent regelmäßig ihre Passwörter.

52 Prozent der Nutzer können daher als eher unvorsichtig oder sehr unvorsichtig eingestuft werden, wenn man einen Index aus den Antworten zur Zusammensetzung der
Passwörter, der Änderung der Passwörter sowie der Nutzung verschiedener Passwörter bildet, heißt es in der Umfrage. Laut Wilhelm sollen die Bürger weiter für Cybersicherheit sensibilisiert und ihre digitale Kompetenz gestärkt werden.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

20.11.2017 - 22:29 Uhr

Dynamo Dresden hat das so wichtige Zweitliga-Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren. Vor 27 244 Zuschauern im DDV-Stadion führten die Spieler von Trainer Uwe Neuhaus zwar bis zur 85. Minute mit 1:0, doch in der Schlussphase kassierten die Dresdner noch zwei Gegentore. Nach der bitteren 1:2-Pleite bleiben die Schwarz-Gelben in der Abstiegszone kleben.

mehr
  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr