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Flüchtlingsbus in Clausnitz blockiert - Prozess in Freiberg

Fremdenfeindlichkeit Flüchtlingsbus in Clausnitz blockiert - Prozess in Freiberg

Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen von Clausnitz (Mittelsachsen) haben ein reichliches Jahr später für zwei der damaligen Akteure ein strafrechtliches Nachspiel. Am kommenden Dienstag müssen sich zwei Männer vor dem Amtsgericht Freiberg wegen Nötigung verantworten.

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Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen von Clausnitz (Mittelsachsen) haben ein reichliches Jahr später für zwei der damaligen Akteure ein strafrechtliches Nachspiel.

Quelle: dpa

Clausnitz/Freiberg. Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen von Clausnitz (Mittelsachsen) haben ein reichliches Jahr später für zwei der damaligen Akteure ein strafrechtliches Nachspiel. Am kommenden Dienstag (21.3.) müssen sich zwei Männer vor dem Amtsgericht Freiberg wegen Nötigung verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, am 18. Februar 2016 einen Busfahrer daran gehindert zu haben, Asylsuchende zu ihrer Unterkunft in Clausnitz zu bringen. Sie sollen die Weiterfahrt des Busses mit Fahrzeugen blockiert haben.

Wie die Chemnitzer „Freie Presse“ am Mittwoch berichtete, hat eine ursprünglich mitangeklagte Frau mittlerweile einen vom Freiberger Amtsgericht verhängten Strafbefehl akzeptiert. Sie muss deshalb nicht auf der Anklagebank Platz nehmen.

Die Blockade hatte seinerzeit in ganz Deutschland Diskussionen ausgelöst. Die Bilder eines fremdenfeindlichen Mobs lösten Empörung aus. Die Flüchtlinge saßen stundenlang in dem Bus fest und konnten erst mit Hilfe der Polizei in die Unterkunft gebracht werden. Ein Video, das zeigte, wie ein Polizist einen verängstigten libanesischen Flüchtlingsjungen gewaltsam aus dem Bus holt, machte bundesweit Schlagzeilen. „Der Hass, den wir vor einem Jahr in Clausnitz und in anderen sächsischen Städten erlebt haben und immer noch erleben, ist durch nichts zu entschuldigen“, sagte Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) unlängst zum Jahrestag des Geschehens.

Das Gericht hat sechs Verhandlungstermine im wöchentlichen Abstand angesetzt. Der letzte Verhandlungstag ist für den 25. April geplant.

dpa

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