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Fahrrad-Club fordert bessere Infrastruktur

Mehr Radtote in Sachsen Fahrrad-Club fordert bessere Infrastruktur

Eine mangelhafte Verkehrs-Infrastruktur ist nach Ansicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Sachsen Auslöser für die gestiegene Zahl der Radtoten.

Symbolbild

Quelle: dpa

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Sachsen hat mehr Sicherheit für Radfahrer und eine bessere Infrastruktur gefordert. Im Vorjahr wurden 26 Radfahrer tödlich verletzt, es waren 9 Tote mehr als 2015. Wegen unklarer Vorfahrtssituationen und Wegeführungen sowie abrupt endender Radwege seien besonders Kinder und ältere Radfahrer überfordert, sagte Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. „Wir brauchen eine stärkere Aufmerksamkeit für dieses Thema in der Verkehrsplanung und eine selbsterklärende Infrastruktur, die auch für kleine Kinder, Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie Menschen über 65 Jahre leicht und sicher benutzbar ist.“

Laut jüngster Verkehrsstatistik waren im Vorjahr 15 der getöteten Radfahrer älter als 65 Jahre. Das stehe in keinem Verhältnis zur Fahrleistung dieser Altersgruppe und deute auf Mängel der Infrastruktur hin, urteilte der Verein. 2015 starben 17 Radfahrer. „Die Zahlen legen nahe, dass der Rückgang der getöteten Radfahrer in Sachsen 2015 offenbar nur ein statistischer Ausreißer war“, sagte Krause.

Insgesamt waren Radfahrer 2016 an 3971 Fällen mit Personenschäden und damit fast ebenso viel wie 2015 (3937) beteiligt. „Was die Verkehrssicherheit angeht, treten wir in Sachsen auf der Stelle“, konstatierte Krause.

Die Grünen-Landtagsfraktion kritisierte, die Fördergelder für Radwege würden bei weitem nicht ausgeschöpft. Der Freistaat habe 2016 von 4 Millionen Euro für Radwege an Staatsstraßen 1,45 Millionen Euro und damit nur rund ein Drittel der zur Verfügung stehenden Gelder eingesetzt. Die verkehrspolitische Sprecherin Katja Meier sagte, für den Bau kommunaler Radwege seien von bereitgestellten 8 Millionen nur 1,622 Millionen Euro genutzt. Grund sind nach Ansicht der Grünen unzureichende Planungskapazitäten und Fachkräfte für den Radverkehr im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und in vielen Kommunen.

Berlin habe die „Vision Zero“, eine Initiative gegen Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr, zum Ziel der städtischen Verkehrsplanung erklärt. Der ADFC forderte für Sachsen ähnliche Initiativen. Krause: „Im Koalitionsvertrag haben CDU und SPD 2014 miteinander vereinbart, dass sie mehr für die Verkehrssicherheit tun wollen. Davon ist bisher nichts zu erkennen.“

dpa

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