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Entgegen dem Bundestrend: Mehr Abtreibungen in Sachsen

Plus fünf Prozent Entgegen dem Bundestrend: Mehr Abtreibungen in Sachsen

Nach elf Jahren sinkender Zahlen hat es in Sachsen 2016 erstmals wieder mehr Abtreibungen gegeben. Wie das Statistische Bundesamtes am Donnerstag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr im Freistaat 5558 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet.

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Nach elf Jahren sinkender Zahlen hat es in Sachsen 2016 erstmals wieder mehr Abtreibungen gegeben.

Quelle: dpa

Dresden. Nach elf Jahren sinkender Zahlen hat es in Sachsen 2016 erstmals wieder mehr Abtreibungen gegeben. Wie das Statistische Bundesamtes am Donnerstag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr im Freistaat 5558 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Das waren 287 mehr als im Vorjahr; eine Steigerung von über fünf Prozent.

Damit entwickelte sich die Zahl der Abtreibungen in Sachsen gegen den Bundestrend, denn in ganz Deutschland sank die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche den Angaben zufolge 2016 auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

Rund 70 Prozent der Frauen in Sachsen, die abtreiben ließen, waren im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. 177 waren 15 bis 18 Jahre alt, 25 unter 15 Jahren. Knapp ein Drittel war bis dato kinderlos, fast gleich viele hatten bereits zuvor ein Kind lebend geboren. Knapp 90 Frauen hatten bereits fünf oder mehr Kinder.

Vor allem unverheiratete Frauen entschlossen sich dazu, Schwangerschaften zu beenden. Sie bildeten mit 3790 Abtreibungen in Sachsen die größte Gruppe. Bei verheirateten Schwangeren wurden mit 1576 Fällen nicht einmal halb soviele Abbrüche gezählt.

Die mit 5319 Abtreibungen mit weitem Abstand größte Zahl erfolgte nach der sogenannten Beratungsregelung. Nur in 236 Fällen lagen medizinische Gründe vor. In drei Fällen waren Missbrauchsverbrechen Anlass für einen Abbruch.

Mehr als 90 Prozent der Abtreibungen erfolgten in der 5. bis 11. Woche der Schwangerschaft, 41 noch nach der 22. Woche. Die meisten wurden ambulant in Arztpraxen oder im Krankenhaus vorgenommen. Nur in fünf Prozent der Fälle waren Abtreibungen mit einem stationären Klinikaufenthalt verbunden.

dpa

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