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Beratungsstelle für Hilfesuchende

Sachsen contra Radikalisierung Beratungsstelle für Hilfesuchende

Sachsen hat an seinem Demokratie-Zentrum eine Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) eingerichtet. Sie soll helfen, künftig islamistische Radikalisierung zu verhindern und dafür sorgen, dass potenziell Betroffene sich wieder der freiheitlich demokratischen Grundordnung verbunden fühlen.

Das sächsische Innen- und Justizministerium will durch die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) künftig islamistische Radikalisierung in Sachsen verhindern.

Quelle: Anja Schneider

Sachsen hat an seinem Demokratie-Zentrum eine Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) eingerichtet. Sie soll helfen, künftig islamistische Radikalisierung zu verhindern und dafür sorgen, dass potenziell Betroffene sich wieder der freiheitlich demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. Das gemeinsam mit Innen- und Justizministerium entwickelte Konzept setze auf vertrauensvollen Dialog, Information, Sensibilisierung, Fortbildung und Betreuungsangebote für Flüchtlingshelfer und besorgte Eltern, wie Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden sagte. „Wir wollen gemeinsam aktiv werden, bevor etwas passiert.“

KORA soll auch Anlaufstelle für Lehrer, Eltern, Freunde und Bekannte sein, die Anzeichen von Radikalisierung beobachten. Geplant sind auch der Dialog mit muslimischen Organisationen und Angebote für Mitarbeiter von Einrichtungen, die im Alltag auf potenzielle islamistische Gewalttäter treffen können. Dabei könnten muslimische Organisationen eine wichtige Rolle spielen, wenn sie besser vernetzt würden mit Trägern der Wohlfahrt, Demokratiearbeit, Zivilgesellschaft und Sicherheitsbehörden, so Klepsch.

Verfassungsschutz und Polizei sind einbezogen. „Repression durch den Staat ist das eine, die Prävention aber genauso wichtig“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Das beinhalte auch konkrete Hilfe für Radikalisierte. Dafür soll das seit 2011 bestehende Aussteigerprogramm gegen Rechts genutzt werden.

Nach Ministeriumsangaben gab es von 2014 auf 2015 einen Anstieg von 210 auf 300 Islamisten im Freistaat, darunter etwa 170 Salafisten. Er setze sich 2016 fort, hieß es. Die aktuellen Zahlen werden mit dem Verfassungsschutzbericht Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht.

Auch in Gefängnissen müssten Häftlinge, die sich radikalen Gruppen anschließen, so früh wie möglich entdeckt werden, sagte Justizminister Sebastian Gemkow (CDU). Die von externen Vereinen gemanagten Gruppentrainings mit 70 Teilnehmern 2016 sollen mit Blick auf die wachsende Zahl islamischer Häftlinge ausgeweitet werden. Nach Angaben des Ministeriums stehen dafür 363 000 Euro inklusive Fördermitteln des Bundes zur Verfügung. 2016 waren es 98 000 Euro.

dpa

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