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Barrierefreies Wohnen – Sachsen zahlt bis zu 20.000 Euro Umbau-Prämie

Förderung Barrierefreies Wohnen – Sachsen zahlt bis zu 20.000 Euro Umbau-Prämie

Sachsen fördert Wohnen für ältere Menschen und solche mit Behinderungen. Sachsens Innen- und zugleich Bauminister Markus Ulbig (CDU) stellte gestern in Dresden eine neue Förderrichtlinie vor, die das Regierungskabinett am selben Tag auf den Weg gebracht hatte.

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Türen verbreitern oder Bäder umbauen – für ältere Menschen und Behinderte kann die Wohnung voller Hürden sein, wenn solche Umbauarbeiten nicht ausgeführt werden. Sachsen fördert dies jetzt mit einem neuen Programm.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen fördert Wohnen für ältere Menschen und solche mit Behinderungen. Sachsens Innen- und zugleich Bauminister Markus Ulbig (CDU) stellte gestern in Dresden eine neue Förderrichtlinie vor, die das Regierungskabinett am selben Tag auf den Weg gebracht hatte.

Danach können bereits ab 1. Juli sowohl von Mietern als auch Wohnungseigentümern, die ihre Wohnung selbst nutzen, Zuschüsse beantragt werden, um beispielsweise Duschen umzubauen, Türen zu verbreitern oder auch Schwellen – beispielsweise für Rollstuhlfahrer – abzusenken.

Beratungsstellen werden eingerichtet

Dabei geht es im Wesentlichen darum, Menschen mit Behinderungen das weitere Wohnen in ihrer bisherigen Umgebung zu ermöglichen. Der Grund der Mobilitätseinschränkung sei dabei völlig unerheblich, wichtig sei jedoch die voraussichtliche Dauerhaftigkeit der Behinderung, machte Ulbig deutlich. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich den Umbau ihrer Wohnung oder ihres Einfamilienhauses mit bis zu 8000 Euro vom Freistaat fördern lassen. Rollstuhlfahrer bekommen für Umbauten in ihren vier Wänden bis zu 20 000 Euro. Bezuschusst werden 80 Prozent der förderfähigen Umbaukosten. „Insgesamt steht für dieses Programm bis zum Jahr 2019 eine Summe von 9 Millionen Euro bereit“, erläuterte der Bauminister. Die Anträge dafür könnten sowohl individuell als auch in einer Beratungsstelle abgegeben werden. Geplant sei, in den drei sächsischen Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz solche Anlaufstellen einzurichten, in denen die Zuschussfähigkeit dann von erfahrenen Mitarbeitern geprüft wird. Bewilligt, so Ulbig, würden die Anträge im nächsten Schritt von der Sächsischen Aufbaubank. Dem Programm vorausgegangen waren intensive Diskussionen mit Experten und Verbänden sowie eine aktuelle Studie, in der 2400 behinderte Menschen in Sachsen befragt wurden.

Zwei weitere bereits auf den Weg gebrachte Programme des Freistaats stoßen inzwischen offenbar auf große Resonanz. Im Zuge der Förderrichtlinie zum Bau von Sozialwohnungen („Mietpreis- und belegungsgebundener Wohnraum“, beschlossen am 9. Dezember) hätten die beiden Großstädte Leipzig und Dresden jeweils 20 Millionen Euro zum Bau von Sozialwohnungen beantragt. Die Kommunen könnten nun vor Ort entscheiden, welche Investoren diese Maßnahmen umsetzen sollen.

Die Förderrichtlinie zum Wohneigentum für junge Familien („Familienwohnen“, beschlossen am
17. März) sei – so Ulbig – „ein richtiger Renner“ geworden. Von den insgesamt 30 Millionen Euro, die dafür vorgesehen sind, wurden bereits Anträge für 15 Millionen Euro gestellt. „Wenn es weiter so läuft wie bisher, werden wir aber die Fördermittel noch einmal aufstocken“, versprach Ulbig .

Hilfe für Wohnen in Genossenschaften

Ulbig kündigte außerdem noch ein viertes Programm an, um seniorengerechtes Wohnen in Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaften zu unterstützen. Hierfür seien bis 2019 noch einmal insgesamt 36 Millionen Euro vorgesehen. Für die Förderprogramme stehen im sächsischen Doppelhaushalt 2017/18 insgesamt 165 Millionen Euro bereit. Diese werden durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mitfinanziert.

Von Roland Herold

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