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Ausgebüxter Wasserbüffel löst Polizeieinsatz bei Zwenkau aus

B186 gesperrt Ausgebüxter Wasserbüffel löst Polizeieinsatz bei Zwenkau aus

Tierischer Polizeieinsatz bei Zwenkau südlich von Leipzig: Ein Wasserbüffel ist am Sonntagmorgen von seiner Weide ausgebüxt und sorgte für eine Sperrung der Bundesstraße 186. Erst nach zwei Versuchen konnte "Obi" eingefangen werden. Zuvor hatte er mehrere Angler in einen Teich gejagt.

Ein Wasserbüffel ist bei Zwenkau von seiner Weide ausgebüxst.

Quelle: dpa

Zwenkau/Borna. So etwas hat die Polizei in Borna noch nicht erlebt: Ein herrenloser Wasserbüffel trottete am Sonntag gegen 7.30 Uhr gemütlich auf dem Radweg neben der Bundesstraße 186 in Höhe der Imnitzer Lachen im Zwenkauer Eichholz. Der rund 800 Kilo schwere Koloss namens "Obi" war von seiner nahegelegenen Weide ausgebüxt und hatte sich auf Wanderschaft begeben. Wie das passierten konnte, wird die Polizei noch ermitteln, heißt es aus dem zuständigen Revier in Borna. Es sei wie im Film gewesen. Der drei bis vier Jahre alte Büffel sei jedoch ganz friedlich und handzahm, habe niemandem etwas getan.

Mit drei Funkwagen waren die Beamten am Morgen nach Zwenkau ausgerückt und versuchten zu siebent sowie mit der Besitzerin des Büffels, den Ausreißer einzufangen. Das habe mehrere Stunden gedauert und erforderte sogar eine Sperrung der Bundesstraße, heißt es weiter aus dem Revier. Zugleich wurden mehrere Angelfreunde an den Imnitzer Lachen aufgefordert, ihre Angelstelle aus Sicherheitsgründen zu verlassen. „Was sie aber nicht taten“, berichtet ein Polizeibeamter.

Angler flüchten in Teich

Als der Büffel plötzlich vor ihnen auftauchte, bekamen sie es mit der Angst zu tun und flüchteten in den Teich – was bei einem Wasserbüffel wenig erfolgreich ist. Das Tier folgte ihnen ins Wasser und die Angler sendeten per Handy mehrere Notrufe an die Polizei ab. Zum Glück ging diese ungewöhnliche Begegnung glimpflich aus, niemand wurde verletzt.

Nach mehreren Versuchen konnte der Dickhäuter schließlich eingefangen werden. Notdürftig bauten die Polizisten ein Gatter auf der Wiese auf, wo der Büffel bis zum Montag friedlich grasen sollte. Dann wollte man ihn mittels Betäubung an seinen angestammten Weideplatz zurückbringen.

Tier im zweiten Versuch eingefangen

Die Rechnung mit dem provisorischen Gatter ging nicht auf, meldete die Polizei am späten Vormittag. Der Büffel flüchtete erneut – und die Rettungskräfte vor Ort sahen keinen anderen Ausweg, als einen Jäger einzuschalten. „Es sieht wohl so aus, dass er erschossen werden muss“, so ein Sprecher des Bornaer Revieres.

Doch kurz darauf konnte das Tier erneut eingefangen, der Jäger abgezogen werden. Der Büffel kam erneut in ein provisorisches Gatter, in dem er bis Montag bleiben soll. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, sagte Polizeisprecher Marc Linzmaier vom Revier Borna.

Der Wasserbüffel ist die am weitesten verbreitete Art der Asiatischen Büffel. Sie lieben offene Feuchtgebiete, Sumpfwälder und dicht bewachsene Flusstäler. Zum Schutz vor Insekten und zur Abkühlung hält er sich oft im Wasser oder im Schlamm auf.

Kathrin Haase

Imnitzer Lachen 51.206411 12.307534
Imnitzer Lachen
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