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Aquafitness, Eventsauna und Wellness – so lässt sich die Kälte aushalten

Freizeitbäder haben Hochsaison Aquafitness, Eventsauna und Wellness – so lässt sich die Kälte aushalten

Draußen schwingt ein Sturmtief nach dem anderen sibirische Kältepeitschen, drinnen gibt es Urlaubsfeeling, Spaß und Wärme. In den Freizeitbädern Mitteldeutschlands brummt es derzeit.

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Relaxen am Dreikönigstag: Uta (51) und Eckhard Lubitzsch (58) aus Wittenberg mit den Kindern Max (9) und Elyas (6) nutzten gestern den Feiertag in Sachsen-Anhalt, um sich in der Sachsentherme ins Badevergnügen zu stürzen.

Quelle: André Kempner

Dresden. Draußen schwingt ein Sturmtief nach dem anderen sibirische Kältepeitschen, drinnen gibt es Urlaubsfeeling, Spaß und Wärme. In den Freizeitbädern Mitteldeutschlands brummt es derzeit.

„Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Besucher deutlich zugenommen“, ist sich Jens Beikirch, Centermanager der Sachsentherme in Leipzig, sicher. Vor allem an den Wochenenden, schätzt Beikirch, seien es sechs bis acht Prozent mehr als im Vorjahr. Woran das liegt? „Leipzig ist gewachsen, die Einkommen sind solider geworden und das Bewusstsein, gesund zu leben, ist auch gestiegen“, nennt er drei mutmaßliche Hauptgründe. Die Sachsentherme habe in den vergangenen Jahren viel und klug investiert – vor allem in Technik, die Energiekosten drückt. Deshalb blieben die Preise vorerst konstant, so der Centermanager. Dennoch sollen 2017 schrittweise die Fliesen erneuert, der Gastronomiebereich umgebaut und ein Therapiebecken angebaut werden. Wahrscheinlich entsteht noch eine Eventsauna.

„Kalte Monate sind starke Monate“, sagt auch Susann Schmieder, Marketingchefin in der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide. Im Heide Spa in Bad Düben haben die Besucherzahlen 2016 wieder zugelegt. „Sowohl in allen Abteilungen des Bades als auch im Hotelbereich haben wir die Kennzahlen verbessern können“, freut sich Geschäftsführer Ole Hartjen. In diesem Jahr soll es noch eine größere Investition im Hotelbereich geben. Details könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Eine Preiserhöhung sei derzeit aber kein Thema.

50 Cent mehr bezahlen seit 1. Januar dagegen Gäste im Kur- und Freizeitbad Riff in Bad Lausick. Grund ist der gestiegene Mindestlohn. Das hat dem Ansturm der Besucher bisher aber keinen Abbruch getan. „Zu uns kommen jetzt noch viele Gäste aus anderen Bundesländern, in denen noch Schulferien sind. Bayern zum Beispiel“, sagt Betriebsleiterin Annett Koza. 2016 seien insgesamt 305 000 Gäste im Riff gewesen. „Das lag leicht über den Zahlen von 2015“, bilanziert Koza zufrieden. Noch in diesem Jahr soll Baustart für ein Resort mit Ferienwohnungen sein. Investitionssumme: Vier Millionen Euro. Die Eröffnung ist für Ende 2018 geplant.

Über Gästemangel kann sich auch die Soletherme Bad Elster nicht beklagen. „Gerade Familien mit Kleinkindern kommen gern zu uns, weil wir überdurchschnittliche Wassertemperaturen bis 37 Grad haben“, sagt die Sprecherin der Sächsischen Staatsbäder GmbH, Steffi Schlosser. In drei Becken mit unterschiedlichem Salzgehalt können Besucher aus weitem Umkreis dem Alltag für einige Stunden entschweben. Die Preise sind nach der Modernisierung des Albert-Bads und dem aufwendigen Neubau der Sole­therme vor zwei Jahren bisher stabil geblieben. Eine Erhöhung sei derzeit nicht geplant. Im ebenfalls zur Sächsischen Staatsbädergesellschaft gehörenden Radonbad Bad Brambach findet am ersten Februarwochenende ein dreitägiges Saunaevent „Wintermärchen im Vogtland“ statt.

Auch im Freizeitbad Platsch in Oschatz wird am 23. Februar eine bunte Beachparty für Teenager gefeiert. Ansonsten aber befindet sich die Einrichtung gerade im Umbruch. Nachdem Rutschen und Solebecken zu wenig genutzt wurden und die Stadt den Zuschuss absenken will, mussten sogar die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Uta Moritz, die neue Geschäftsführerin, will gemeinsam mit einem Planungsbüro ein neues Konzept für das Platsch vorlegen. „Unser Saunadorf soll erhalten bleiben, die Wasserfläche wird etwas reduziert“, erläutert sie. Der Bedarf an Schwimmmöglichkeiten und Aquafitness-Kursen soll dennoch abgedeckt werden. Geplant seien auch eine Kletterwand am Becken, eine Wettkampfkegelanlage und eine Beherbergungsmöglichkeit für Vereinssportler, Familien oder Wellnessgäste. Preiserhöhungen? Nicht in Sicht.

In Geduld müssen sich dagegen die Dresdner Wasserratten üben: Die Sanierung der Halle des Georg-Arnhold-Bades wird erst im Frühjahr abgeschlossen sein, der Neubau der Saunalandschaft sogar erst im Herbst. Ursprünglich sollte es Ende 2016 so weit sein. „Der Verzug ist auch deshalb eingetreten, weil es aktuell schwer ist, Baufirmen zu finden“, erklärt die Sprecherin der Dresdner Bäder GmbH, Dörte Gregor. Derzeit werden Foyer- und Eingangsbereich umgestaltet, der Gastronomiebereich erweitert und in der Schwimmhalle die Glasfront ausgetauscht. Alles in allem Investitionen in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro.

Alternativen bietet die Toskana Therme in Bad Schandau, neben den gleichnamigen Einrichtungen in Apolda (Thüringen) und Bad Orb (Hessen). Auch hier herrscht nach Weihnachten Hochsaison, so Marketingchef Marco von Holwede: „Unsere Besucherzahlen waren im vergangenen Jahr stabil, in diesem Jahr sollen sie um 2,5 Prozent wachsen.“ Trotz steigender Energiekosten und Mindestlohnerhöhungen kämpfe man darum, die Preise stabil zu halten oder nur gering zu erhöhen. Besonders beliebt: Die Konzerte bei Vollmond oder auch der samstägliche Liquidsoundclub zum Chillen.

Von Roland Herold

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