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Andre Schollbach kandidiert für Linken-Landesvorsitz

Landesparteitag in Chemnitz Andre Schollbach kandidiert für Linken-Landesvorsitz

Der Dresdner Linken-Politiker Andre Schollbach hat seine Kandidatur für den Landesvorsitz erklärt. Er tritt in Chemnitz gegen die bisherige Landesgeschäftsführerin Antje Feiks an, die vom scheidenden Landeschef Gebhardt vorgeschlagen wurde.

Am Samstag wählen Sachsens Linke auf einem Landesparteitag in Chemnitz einen neuen Landeschef.

Quelle: Oliver Killig/dpa

Dresden. Der Dresdner Linken-Politiker Andre Schollbach hat seine Kandidatur für den Landesvorsitz erklärt. Am Donnerstag nahm der Landtagsabgeordnete und Fraktionschef im Stadtrat die Kandidatur an, nachdem ihn am Vortag André Hahn, Caren Lay und Sören Pellmann vorgeschlagen hatten. Am Samstag wählen Sachsens Linke auf einem Landesparteitag in Chemnitz einen neuen Landeschef. Rico Gebhardt tritt nicht mehr an.

André Schollbach

„Die Rolle als Oppositionsführerin muss wieder kraftvoll und mit einem klaren inhaltlichen Profil ausgefüllt werden - im Landtag, aber vor allem auch außerhalb, in der sächsischen Öffentlichkeit. Wenn die sächsische Linke wieder mehr Zutrauen in sich selbst hat, ihre Stärken besser zur Geltung bringt und mit Leidenschaft kämpft, können wir die Menschen für Veränderungen im Land gewinnen und an frühere Erfolge anknüpfen“, erklärte Schollbach.

In einer öffentlichen Erklärung sicherten nun auch Adam Bednarsky (Leipziger Linken-Vorsitzender), Heiderose Gläß und Dierk Kunow (Vorsitzende des Kreisverbandes Görlitz), Uta Knebel (Vorsitzende Kreisverband Meißen), Jens Matthis (Vorsitzender Stadtverband Dresden) sowie die Landtagspolitiker Klaus Bartl, Cornelia Falken, Marion Junge, Heiko Kosel, Lutz Richter und Susanne Schaper dem Dresdner Kommunal- und Landespolitiker Schollbach ihre Unterstützung zu. Zur Begrünung schreiben die Unterstützer am Donnerstag: „André ist ein profilierter Landespolitiker, der im Parlament fraktionsübergreifend Respekt und Anerkennung genießt, über eine starke kommunale Verankerung in der Landeshauptstadt verfügt und dessen vielfältigen politische Aktivitäten von den Medien seit Jahren breit wahrgenommenen werden“.

Antje Feiks

Er tritt in Chemnitz gegen die bisherige Landesgeschäftsführerin Antje Feiks an, die vom scheidenden Landeschef Gebhardt vorgeschlagen wurde. Feiks wird parteiintern allerdings vorgeworfen, als Landesgeschäftsführerin für den nicht immer erfolgreichen Kurs der Partei mitverantwortlich zu sein. Zudem, so erfuhren die DNN, soll sich Feiks zuletzt im Streit um das Gehalt von Angestellten der Parteigeschäftsstelle auch mit dem Betriebsrat des Hauses angelegt haben - ein Punkt, der bei vielen Linken für Ärger gesorgt habe.

Von sl/mpu

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